Bier gewinnt: Stierbräu bodigt den Roten Bullen
Aktualisiert

Bier gewinntStierbräu bodigt den Roten Bullen

Zwischen der Biermarke «Stierbräu» und «Red Bull» besteht laut Bundesverwaltungsgericht keine Verwechslungsgefahr. «Stierbräu» kann deshalb im Schweizerischen Markenregister eingetragen bleiben. Der Entscheid ist definitiv.

«Stierbräu» war 2007 unter anderem für die Warenkategorien Bier und alkoholische Mischgetränke ins Markenregister eingetragen worden. Die Red Bull AG erhob dagegen Widerspruch beim Institut für geistiges Eigentum (IGE), da eine Verwechslungsgefahr mit ihrem bekannten Energy-Drink bestehe.

Grosser Bekanntheitsgrad

Gegen den ablehnenden Entscheid des IGE gelangte die Red Bull AG ans Bundesverwaltungsgericht, das ihre Beschwerde nun abgewiesen hat. Laut den Richtern in Bern sind bei Getränken fantasievolle Symbole und Figuren aus der Sagenwelt wie eben etwa ein Bulle oder ein Stier häufig anzutreffen.

Nicht jeder thematische Anklang führe zu einer Verwechslungsgefahr. Biernamen wie «Sternbräu» und «Vollmond» oder «Adler» und «Falken» könnten deshalb ohne Marktverwirrung nebeneinander existieren, zumindest solange sich die Klangfolge der Bezeichnungen deutlich unterscheide.

«Red Bull» könne für sich zwar einen grossen Bekanntheitsgrad beanspruchen. Eine Verwechslungsgefahr sei dennoch zu verneinen, zumal der Bestandteil «Red» ein weiteres Unterscheidungsmerkmal schaffe. Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist definitiv und kann nicht mehr angefochten werden.

(sda)

Deine Meinung