Stille Örtchen: Bern setzt auf Qualität
Aktualisiert

Stille Örtchen: Bern setzt auf Qualität

Wenn ein Basler mal muss, stehen ihm laut einer neuen Studie pro Quadratkilometer genau 2,86 WC-Anlagen zur Verfügung.

Anders siehts in Bern aus: Die Hauptstadt bietet in dringenden Fällen fünfmal weniger WCs. «Wir setzen eben auf Qualität statt Quantität», sagt dazu Dagmar Boss von den Berner Stadtbauten. «Toiletten, die keiner benutzen will, nützen nämlich gar nichts.»

Mit den überwachten Anlagen beim Waisenhausplatz und beim Casinoparking habe man zwei qualitativ hervorragende WC-Anlagen geschaffen. Kleiner Wermutstropfen: Einmal pinkeln kostet dort einen Franken. Wer es billiger mag, darf sich aber auf fünf geplante zusätzliche Gratis-Anlagen freuen. Ob Wildpinkler dann von den historischen Gebäuden wie etwa der Heiliggeistkirche ablassen, bezweifelt Boss: «Dieses Problem kriegt man wohl nie ganz in den Griff.»

(nj)

Deine Meinung