Stimmen zum Spiel
Aktualisiert

Stimmen zum Spiel

Das EM-Vorbereitungscamp der Schweizer Fussballer endete in Klagenfurt mit einer bösen Überraschung. 3:4 unterlag das Team von Köbi Kuhn Japan. Nach dem Spiel standen die Spieler und Trainer Rede und Antwort.

Köbi Kuhn (Trainer Schweiz): «Ich gratuliere dem Gegner. Für die Zuschauer war das mit Sicherheit ein interessantes, abwechslungsreiches Spiel - für mich war es etwas zu viel. Zum Ablauf und der Torfolge kann ich noch wenig sagen. Ich möchte einzelnes Fehlverhalten nicht beurteilen, weil ich auf der Spielerbank doch weit weg war. Es war ein intensives Spiel, aber wenn sieben Tore fallen, wurden sicher einige Fehler gemacht. Diese müssen wir analysieren. Wir müssen aus diesen lernen. Für uns ist wichtig, dass die Vorbereitung für 2008 läuft. Die Spieler müssen sich für die EM qualifizieren. Wenn wir im Frühling dann Bilanz ziehen, werden auch diese zehn Tage in Österreich ihre Schatten werfen.»

Johan Djourou: «Schade, dass wir dieses Spiel nach der komfortablen Führung noch verloren haben. Ich bin natürlich glücklich über mein erstes Länderspieltor, nicht aber über das späte Siegestor der Japaner. Da haben wir nicht gut ausgesehen.»

Ludovic Magnin: «Wir hätten sogar 3:0 führen müssen nach einem sehr guten Beginn, in dem wir den Gegner absolut in der Hand hatten. In der ersten Halbzeit war unsere Leistung sehr, sehr gut. Und dann diese zweite Hälfte. Wenn man vier Tore in einer Halbzeit erhält, ist das schon nicht normal.»

Christoph Spycher: «Vielleicht hat jeder im Unterbewussten ein, zwei Prozente zurückgenommen nach dem Sieg über Chile. Wir waren weniger aggressiv als der Gegner. Diese Niederlage ist bitter, aber wir können sehr viel daraus lernen. Es zeigte sich erneut, dass wir nur gewinnen können, wenn jeder hundertprozentigen Einsatz abliefert.»

Ivica Osim (Trainer Japan): «Wir sind nach 25 Minuten besser ins Spiel gekommen. Die Schweizer waren sich ihrer Sache sicher und spielten sorglos. Solche Spiele hat man nur einmal in zehn Jahren. Ich wollte eigentlich schon einige Wechsel in der Pause vornehmen; Shunsuke Nakamura war zum Beispiel nicht mehr frisch. Aber nach so einer Halbzeit war das nicht möglich. In der zweiten Halbzeit sind die Spieler mehr gelaufen, sie waren quirlig und sehr beweglich. Das war schön anzusehen. Wir hatten zum ersten Mal Chancen und schossen auch Tore.»

(si)

Deine Meinung