Trauerfeier in Kosovo: «Stimmung ist angespannt» – Hunderte nehmen Abschied nach tödlichem Unfall
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Trauerfeier in Kosovo«Stimmung ist angespannt» – Hunderte nehmen Abschied nach tödlichem Unfall

Bei einem Autounfall nahe der Schweizer Grenze kamen der Schaffhauser Autohändler Z.K. (35), dessen Sohn F.K. (12) und Neffe B.K. (18) ums Leben. Am Mittwoch fand in Kosovo die Trauerfeier statt.

von
Anna Meier
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«Die Stimmung ist sehr angespannt und traurig», sagt M.I. (24), ein langjähriger Freund und Nachbar der Familie K. kurz vor der Trauerfeier am Mittwoch.

«Die Stimmung ist sehr angespannt und traurig», sagt M.I. (24), ein langjähriger Freund und Nachbar der Familie K. kurz vor der Trauerfeier am Mittwoch.

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Mindestens 50 Menschen reisten aus der Schweiz an, um an der Trauerfeier in Kosovo den Opfern des Autounglücks zu gedenken.

Mindestens 50 Menschen reisten aus der Schweiz an, um an der Trauerfeier in Kosovo den Opfern des Autounglücks zu gedenken.

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Gut 1000 Trauernde nehmen am Mittwoch Abschied von Z.K. (35), seinem Sohn F. (12) und seinem Neffen B. (18).

Gut 1000 Trauernde nehmen am Mittwoch Abschied von Z.K. (35), seinem Sohn F. (12) und seinem Neffen B. (18).

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Darum gehts

  • Eine Familie, die in Kosovo Ferien gemacht hatte, verunglückte auf der Rückreise in die Schweiz.

  • Der schwere Autounfall riss Vater Z. (35), seinen Sohn F. (12) wie auch seinen Neffen B. (18) aus dem Leben.

  • Am Mittwoch findet ihre Beerdigung in Kosovo statt.

  • Über 50 Freunde aus der Schweiz sind angereist, um mit den Hinterbliebenen zu trauern.

Nur 60 Kilometer vor ihrem Zuhause in Schaffhausen riss ein tragischer Autounfall am letzten Freitag die Familie K. auseinander. Auf der Rückreise aus den Ferien in Kosovo geriet ihr Auto kurz vor der Schweizer Grenze ins Schleudern und kollidierte frontal mit einem Lastwagen. Der Vater Z.* (35), Sohn F.* (12) und sein Neffe B.* (18) starben bei dem Unglück. Die Mutter T.* (35) und Tochter F.* (11) überlebten die Tragödie.

Wie S. R.* (41), der beste Freund des verstorbenen Familienvaters zu 20 Minuten sagte, sei die Stimmung vor dem Unfall angenehm gewesen. «Alle wirkten entspannt und überhaupt nicht müde. Auch Z. war gut drauf und freundlich wie immer.» Die Nachricht vom Tod der Opfer habe ihn «zerstört», auch den Angehörigen gehe es sehr schlecht.

50 Personen aus der Schweiz reisten an

Am Mittwochnachmittag fand die Trauerfeier in Rahovica in Kosovo statt. Die Anteilnahme am Schicksalsschlag der Familie ist gross: Laut M.I.* (24), einem Freund der Familie, reisten mindestens 50 Freunde aus der Schweiz für die Beerdigung in den Kosovo. «Die Stimmung ist sehr angespannt und traurig. Es sammeln sich immer mehr Leute an», sagt M. kurz vor Beginn der Trauerfeier. Während die Mutter T. und die Tochter F. noch im Spital St. Gallen liegen, nehmen gut 1000 Menschen Abschied von ihren Liebsten.

Der Gemeindepräsident sowie andere Politiker hätten an der Zeremonie teilgenommen, berichtet der lokale Fernsehsender Televizioni7. Bei der Beisetzung legten die Trauernden persönliche Gegenstände mit ins Grab der Verstorbenen. Darunter Blumen und ein Spielzeugauto für B., der sehnlichst darauf gewartet hatte, endlich Auto fahren zu lernen.

«Ihr geht physisch von uns weg, aber ihr seid immer in unseren Herzen», so ein Familienmitglied zur Trauergemeinde. «Mögen die Tränen jedes einzelnen von uns die Blumen im Paradies giessen, wo ihr für immer ruhen werdet. Ruht in Frieden.» * Name der Redaktion bekannt

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