Aktualisiert 28.09.2014 14:18

Kanton ZürichStimmvolk will Zonen für günstiges Wohnen

Die Zürcher Gemeinden werden in Zukunft voraussichtlich Zonen für günstige Wohnungen festlegen können. Das Stimmvolk heisst die Gesetzesänderung mit 58,4 Prozent Ja-Stimmen gut.

Hier wohnt man bereits günstig - die neue Überbauung der Genossenschaft Kalkbreite in Zürich.

Hier wohnt man bereits günstig - die neue Überbauung der Genossenschaft Kalkbreite in Zürich.

Hinter eine entsprechende Änderung des Planungs- und Baugesetzes (PBG) stellten sich 216'094 Stimmberechtigte, 154'006 lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,4 Prozent.

Die Gemeinden erhalten damit mehr Handlungsspielraum, um den Bau günstiger Wohnungen zu fördern. Konkret können Gemeinden bei Auf- und Einzonungen neu einen Mindestanteil für preisgünstiges Wohnen festlegen. Dort gelten bestimmte Auflagen: Vermietung nach dem Prinzip der Kostenmiete und Belegungsvorschriften.

«Schreckt Investoren ab»

Bei der Vorlage «Ja zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums» handelt es sich um den moderateren Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative der SP, den der Zürcher Kantonsrat knapp unterstützt hatte.

Die Gegner aus den Reihen der SVP, FDP, BDP und EDU sowie Immobilienbranche und Handelskammer hatten sich grundsätzlich gegen die Gesetzesänderung ausgesprochen, auch wenn es sich dabei um eine «Kann»-Vorschrift handelt. Ihrer Meinung nach schreckt die Regulierung Investoren ab und hemmt den Wohnungsbau.

(sda)

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