Aktualisiert 18.04.2014 21:18

SkandalspielStinkender Fisch im griechischen Cup-Halbfinal

Im Cup-Spiel zwischen PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus ging es drunter und drüber: Schlägereien, bengalisches Feuer und stinkende Fische sorgten für die Schlagzeilen.

von
Samuel Koch

Schwere Ausschreitungen haben am vergangenen Mittwoch die Partie zwischen PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus überschattet. Laut «RP Online» kam es bereits vor dem Spiel zu Schlägereien zwischen PAOK-Anhängern und der Polizei.

Nach den Scharmützeln zündeten die Fussballfans in der Toumba-Arena in Saloniki bengalische Feuer und warfen diese auf das Spielfeld, sodass die Partie erst mit 75 Minuten Verspätung beginnen konnte. Nach der Partie wurde das Spielfeld kurzerhand gestürmt. Es kam sogar zu Handgreiflichkeiten zwischen Fans und Spielern.

Fisch-Attacke noch am harmlosesten

Ausserdem warf ein PAOK-Fan mehrere Kilos Anchovis auf die Ersatzbank von Olympiakos Piräus. Anchovis ist in Griechenland der spöttische Spitzname für das Team aus Piräus. Der Gestank der mediterranen Sardellen sei fürchterlich gewesen, wie Augenzeugen gegenüber dem griechischen Fernsehen bekanntgaben. Der Täter der «Fisch-Attacke» und fünf weitere Hooligans seien festgenommen worden.

Am Tag danach überschlugen sich die Schlagzeilen in den griechischen Sportgazzetten mit Titeln wie «Zum Kotzen», «Widerlich» oder «Zum Erbrechen».

PAOK Saloniki drohen drakonische Strafen

Fussball gespielt wurde schliesslich auch noch: PAOK Saloniki setzte sich dank einem Tor von Stefanos Athanasiadis in der 47. Minute durch. Damit steht der Underdog im Finale und spielt dort gegen Panathinaikos Athen. Insgesamt wurden vom Schiedesrichter 13 Karten verteilt - 3 davon waren rot.

Dem Klub aus dem Norden Griechenlands drohen nun harte Strafen. Die Gerüchteküche brodelt und es kann von Punkteabzügen über Geisterspielen alles erwartet werden.

Dieses Bild bot sich den Fans beim Einlauf der Spieler (Quelle: Youtube).

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