Stöckli-Mord: 10 Jahre Gefängnis gefordert
Aktualisiert

Stöckli-Mord: 10 Jahre Gefängnis gefordert

Noch immer liegt im Dunkeln, was sich 2005 im heimeligen Stöckli in Niederhünigen abgespielt hatte.

Seit Dienstag steht der 30-jährige Familienvater vor Gericht, gestern präsentierten die Anwälte ihre Plädoyers. Fest steht: Die Frau des Angeklagten starb an 19 Messerstichen, das fünf Monate alte Baby war erstickt. Weil der Mann vorgibt, sich an nichts erinnern zu könnten, klafften die Anträge der Anwälte weit auseinander. In einem Punkt herrschte aber Einigkeit: Vom Vorwurf der Tötung seines Töchterchens müsse der Angeklagte freigesprochen werden. Möglich ist nämlich, dass die Eltern ihr Kind im Schlaf versehentlich erdrückt hatten. Danach kam es offenbar zu einem handfesten Streit, bei dem die Ehefrau starb. Der Staatsanwalt will den Mann dafür 10 Jahre hinter Gittern schicken, der Verteidiger fordert maximal vier Jahre Haft. Das Urteil folgt am Montag.

(SDA/ram)

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