Ski alpin: Stöckli sen. übergibt Stöckli jun.
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Ski alpinStöckli sen. übergibt Stöckli jun.

Bei der einzigen Schweizer Skifirma, die im Rennsport aktiv ist, kommt es zu einem CEO-Wechsel.

Beny Stöckli sen. (59) übergibt die operative Verantwortung an Beny Stöckli jun. (39). Vater Stöckli übernimmt dafür das Verwaltungsratspräsidium.

Damit vollzieht sich bei 'Stöckli outdoor sports', das sich von einer reinen Skifirma zu einem breitgefächerten Sportfachhandelsunternehmen (mit Bekleidung, Mode, Trekking, Bike, Walking, etc.) entwickelt hat, der zweite Generationenwechsel. Bei der Stabübergabe im Hotel Schweizerhof in Luzern war auch der 93- jährige Gründer Josef Stöckli anwesend. 1935 hatte er in der elterlichen Zimmerei das erste Paar Ski konstruiert.

1970 übernahm Beny Stöckli von seinem Vater den Betrieb, der damals einen Umsatz von 1,5 Millionen Franken aufwies, und baute ihn zusammen mit seiner Frau Rita zu einem Unternehmen mit 50 Millionen Umsatz und 200 Mitarbeitern aus. Stöckli produziert 50 000 Paar Ski, die in 32 Länder vertrieben werden (40 Prozent des Umsatzes). Von 30 Schweizer Skifirmen, die es damals gab, darunter renommierte wie Schwendener, Attenhofer oder Authier, hat Stöckli als einzige überlebt.

Seit 1994 engagiert sich die Firma Stöckli im Skirennsport, wo sie schon sieben Weltcupsiege feierte sowie eine Olympia- und vier WM-Medaillen errang. Die Marksteine bildeten der erste Weltcupsieg von Urs Kälin im Januar 1996 in Flachau, die ersten Slalomsiege von Didier Plaschy Ende 1999, der erste Abfahrtssieg des Slowenen Andrej Jerman 2007 in Garmisch-Partenkirchen sowie die beiden ersten Siege bei den Frauen durch Fabienne Suter in diesem Winter.

(si)

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