Dokfilm «The Cove»: Stoppt Dokfilm das Delfinmassaker?
Aktualisiert

Dokfilm «The Cove»Stoppt Dokfilm das Delfinmassaker?

Der Dokfilm «Die Bucht» wird den Kinogängern vor Augen führen, wie im japanischen Taiji jedes Jahr zahllose Delfine abgeschlachtet werden. Der Film könnte das Gemetzel stoppen.

Der Dokumentarfilm «The Cove - «Die Bucht» des früheren «Flipper»-Trainers Ric O'Barry zeigt ab dem 10. Januar 2010 auch dem Schweizer Kinopublikum, wie hunderte von Delfinen in der Bucht des japanischen Fischerdorfes Taiji abgeschlachtet werden.

Seit im Sommer 2009 der Film in den USA und Australien anlief und die blutige Delfinjagd in der Bucht von Taiji enthüllte, ist der Druck dort gestiegen. Es scheint, als wolle man das Massaker stoppen und gleichzeitig das Gesicht wahren. Die Behörden haben begonnen, Haarproben von Bewohnern zu sammeln, welche auf Quecksilberbelastung infolge Verzehrs von Delfinfleisch untersucht werden sollen.

Dies liessen die Organisationen OceanCare, Pro Wildlife und WDCS (alles offizielle Partner des Kinofilms) verlauten. Und sie haben nur eine Erklärung für die Vorgänge: Die Behörden wollen darauf hinarbeiten, dass ihnen der Gesundheitsaspekt einen Grund liefert, die Delfinjagd zu beenden – denn die Tiere sind hochgradig mit dem Schwermetall kontaminiert.

Ermutigende Signale

Der Film zeige nicht nur, wie grausam die Jagd sei, sondern auch, wie der Fang lebender Tiere für Delfinarien in aller Welt die Massaker an tausenden der Meeressäuger mitfinanziere.

Die Haarprobentests werten die Organisationen als ein weiteres ermutigendes Signal. Seit Beginn der Jagdsaison Anfang September wurden zwar erneut lebende Delfine für Vergnügungsparks eingefangen, die nicht ausgewählten Tiere jedoch erstmals wieder freigelassen.

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