Storys mit Promis – von den höflichen Paparazzi
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Storys mit Promis – von den höflichen Paparazzi

Hoefliche-Paparazzi.de: Ein kurioser Internet-Klassiker ist in Buchform zu Ehren gekommen.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Auto und werden von einem Wagen gerammt, aus dem Franz Beckenbauer entsteigt. Oder Sie dinieren in einem Restaurant – und plötzlich bemerken Sie, dass Fidel Castro am selben Tisch eine Suppe schlürft.

Solche unverhofften Begegnungen mit Prominenten sind eben in einem Buch erschienen. Es trägt den Titel «Wie Franz Beckenbauer mir einmal viel zu nahe kam» und basiert auf dem Internet-Forum «Höfliche Paparazzi».

Dort werden seit 1999 Geschichten gesammelt, die der Schnittstelle zwischen der normalen Welt und dem künstlichen Kosmos der Promis entstammen.

«Seid höflich und schreibt genau!», lautet das strenge Motto im Forum der höflichen Paparazzi. Das Besondere an der Site ist denn auch das Fehlen jeglicher Fotos; die Begegnungen werden ausschliesslich in Textform dargestellt. Gefragt sind Protokolle von Menschen, die eine rein zufällige Begegnung mit Berühmtheiten hatten, also keine groupieesken Geschichten peinlicher Autogramm-Jäger.

Das Resultat dieser strikten Forum-Hausregel sind kuriose Anekdoten von oftmals hohem literarischem Niveau, wie etwa jene einer gewissen Conchitta Dill, die mit Bob Dylan eine Stunde lang in ihrer WG-Küche sass, weil er – auf der Suche nach einem Bekannten – in der falschen Wohnung auf ihn wartete.

Philippe Zweifel

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