Aktualisiert 11.11.2011 10:49

Giftige Gase

Strände auf El Hierro geschlossen

Der vor der kanarischen Insel El Hierro ausgebrochene Vulkan setzt Unmengen Kohlendioxid frei. Die spanischen Behörden haben aus Sicherheitsgründen zwei Strände gesperrt.

von
hag

Die spanische Zivilschutzbehörde hat am Mittwoch auf der Kanareninsel El Hierro zwei Strände geschlossen. Grund sind möglicherweise giftige Gase, die von einem Unterwasservulkan vor der Küste der Insel El Hierro ausgetreten sind.

Ein Techniker, der das Wasser auf Kohlendioxid untersuchte, musste medizinisch behandelt werden. Anwohner berichteten von toten Fischen, die angespült wurden. Der Austritt von Gasen habe dazu geführt, dass dem Meerwasser der Sauerstoff fehlt. Daran seien zuerst die grösseren Fische gestorben, die viel Sauerstoff benötigen, und später die kleineren, erklärte der Meeresbiologe Alberto Brito. Weitere Augenzeugen haben berichtet, dass der Vulkan Schlamm bis zu 25 Meter über die Wasseroberfläche schleuderte.

Am Freitag in den frühen Morgenstunden soll zudem ein Erdbeben der Stärke 4,6 die Insel erschüttert haben. Dies wäre das stärkste Beben seit dem Ausbruch des Unterwasser-Vulkans. Angaben über mögliche Schäden liegen nicht vor.

Schon seit Wochen brodelt ein Unterwasservulkan 2,4 Kilometer vor der Küste von El Hierro, der kleinsten der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Immer wieder haben Erdbeben die Insel erschüttert. Mitte Oktober hatte sich ein erster Krater geöffnet, er soll rund einen Meter breit sein und rund 150 Meter unter dem Meeresspiegel liegen. Seither ist mehrmals Magma aufgetaucht.

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