Zentralafrika: Strafgerichtshof ermittelt wegen Kriegsverbrechen

Aktualisiert

ZentralafrikaStrafgerichtshof ermittelt wegen Kriegsverbrechen

Der Konflikt in Zentralafrika lässt die Bevölkerung leiden. Dabei kam es zu Tötungen, Folter und Vergewaltigungen. Der Strafgerichtshof hat die Vorermittlungen bereits eingeleitet.

ICC-Chefanklägerin Fatou Bensouda hat Vorermittlungen eingeleitet, um mögliche Kriegsverbrechen in Zentralafrika aufzuklären.

ICC-Chefanklägerin Fatou Bensouda hat Vorermittlungen eingeleitet, um mögliche Kriegsverbrechen in Zentralafrika aufzuklären.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (ICC) hat Vorermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Zentralafrikanischen Republik eingeleitet. Die Situation der Zivilbevölkerung in dem Land habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, teilte die ICC-Chefanklägerin Fatou Bensouda am Freitag mit.

Bei ihr seien zahlreiche Berichte über Fälle extremer Brutalität von verschiedenen Gruppen eingegangen, darunter Tötungen, Folter und Vergewaltigungen. Daher habe sie sich dazu entschlossen, erste Ermittlungen einzuleiten, hiess es weiter.

In Zentralafrika hatten muslimische Seleka-Rebellen im März vergangenen Jahres Präsident François Bozizé gestürzt und die Macht an sich gerissen. Seither versinkt das bitterarme Land in religiös motivierter Gewalt. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht, ein Fünftel der Gesamtbevölkerung.

Die EU will französisch-afrikanischen Bemühungen unterstützen, das Blutvergiessen zwischen Christen und Muslimen im Land zu stoppen. Deutschland könnte ein Sanitätsflugzeug bereitstellen. (sda)

Deine Meinung