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Mordfall PerugiaStrafmass für Knox-Komplizen halbiert

Ein Berufungsgericht in Perugia hat im Prozess um den Sexualmord an einer jungen Britin das Strafmass für einen der Angeklagten von 30 auf 16 Jahre Haft verringert. Dieser beteuert jedoch weiterhin seine Unschuld.

Wie die Nachrichtenagentur ANSA meldete, zeigte sich der 22-jährige Rudy Guede aus der afrikanischen Elfenbeinküste unzufrieden mit dem Urteil vom Dienstag. Er sei unschuldig, sagte der Ivorer beim Verlassen des Gerichtsgebäudes.

Die mit Guede angeklagte 22-jährige US-Studentin Amanda Knox war Anfang Dezember wegen Mordes an ihrer Mitbewohnerin, der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher, im November 2007 in Perugia zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihr drei Jahre älterer italienischer Ex-Freund Raffaele Sollecito muss für 25 Jahre ins Gefängnis.

Die 21-jährige Britin war halbnackt und mit durchschnittener Kehle in der Wohnung gefunden worden, die sie gemeinsam mit Knox und zwei Italienerinnen in der Universitätsstadt Perugia bewohnte. Laut Anklage wurde sie getötet, weil sie sich weigerte, bei Sexspielen mitzumachen.

Knox und Sollecito sollen unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen Kercher erstochen haben, während sie von Guede, einer Abendbekanntschaft der beiden, festgehalten wurde. Knox' und Sollecitos Verteidiger stellten Guede als Einzeltäter dar, dagegen belastete der Kleindealer Guede seine Mitangeklagten. (sda)

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