Aktualisiert

Strafuntersuchung gegen den «Busen-Kneter»

Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Zürcher Schönheistchirurgen Peter Meyer-Fürst wegen eines «gravierenden Sexualdelikts».

Staatsanwalt Jürg Boll bestätigte am Mittwoch einen Bericht des «Kassensturz» vom Dienstag. Der 70-jährige Schönheitsarzt mit eigener Praxis in Zürich sei erst kürzlich angezeigt worden. Das eingeklagte Delikt liege aber bereits mehrere Jahre zurück.

Dazu und zur Person, welche die Klage eingereicht hatte, wollte Boll aus untersuchungstaktischen Gründen keine weitere Stellung nehmen. Er habe den Angezeigten bisher noch nicht befragt, sagte Boll. Deshalb mache er zurzeit keinerlei weitere Angaben.

Bereits vor einer Woche zeigte die SF-Sendung einen mit einer versteckten Kamera aufgenommenen Beitrag über den Arzt. Eine junge Frau, die ein Interesse an einer Brustverschönerung vorgab, liess sich vom Arzt untersuchen. Der «Kassensturz» schloss aus den Bildern, dass der Arzt unnötig oft deren Brüste betastet hatte.

Eine Woche später strahlte der Sender dann einen Beitrag mit mehreren Interviews von Frauen aus, die über negative Erfahrungen mit dem Arzt berichteten.

Wegen des Beitrags mit versteckter Kamera drohte der Chirurg vor einer Woche mit einer Strafanzeige. Experten stuften das Vorgehen von SF mit versteckter Kamera als rechtlich heikel ein. SF- Chefredaktor Ueli Haldimann verteidigte jedoch in einem Interview das Vorgehen. (sda)

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