Aktualisiert 19.05.2007 14:02

Strafuntersuchung im Fall Geothermie abgeschlossen

Die Strafuntersuchung wegen der Geothermie-Beben in Basel ist abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft hat nun zu prüfen, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werden soll, wie Markus Melzl von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am Samstag zu einem Bericht der «Basler Zeitung» bestätigte.

Das Kriminalkommissariat hat seine Strafuntersuchung zu den durch die Geothermie-Borung im Basler Stadtquartier Kleinhüningen ausgelösten Erdbeben abgeschlossen. Die Verfahrensakten gehen nun an einen Staatsanwalt. Dieser hat zu entscheiden, ob er Anklage erheben oder ob er das wegen Schreckung der Bevölkerung, Sachbeschädigung sowie wegen des so genannten «Urner Artikels» (Verursachen einer Überschwemmung oder eines Einsturzes) laufende Verfahren einstellen will, wie Melzl erklärte. Insgesamt waren nach Geothermie-Erdbeben im Dezember vergangenen Jahres sowie im Januar und Februar dieses Jahres 320 Strafanzeigen eingegangen. 224 dieser Anzeigen stammten laut Melzl aus Basel, die anderen aus anderen Kantonen sowie aus Deutschland und zu einem kleinen Teil aus Frankreich.

Das Basler Geothermieprojekt wurde im Januar dieses Jahres auf unbestimmte Zeit sistiert, nachdem die Serie von Erdbeben die Bevölkerung aufgeschreckt und Sachschäden angerichtet hatte. Nach Angaben der «Basler Zeitung» wurden der für die Bohrungen in Kleinhüningen verantwortlichen Geopower Basel AG insgesamt 2.300 Schäden gemeldet. Das Unternehmen rechnet laut dem Zeitungsbericht mit einer Schadenssumme zwischen einer und zwei Millionen Franken. Ob das Basler Geothermie-Projekt weitergeführt werden soll, wird nach Angaben des Baudepartements des Kantons Basel-Stadt Ende nächsten Jahres entschieden. (dapd)

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