Bundesanwaltschaft: Strafuntersuchung wegen Nagra-Affäre
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BundesanwaltschaftStrafuntersuchung wegen Nagra-Affäre

Die Veröffentlichung eines geheimen Nagra-Papiers zum Atommüllendlager hat ein juristisches Nachspiel: Ein ehemaliger Nagra-Mitarbeiter muss sich wegen Amtsgeheimnisverletzung verantworten.

Die Bundesanwaltschaft eröffnet eine Strafuntersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung in der Nagra-Affäre. Sie richtet sich gegen einen ehemaligen Nagra-Mitarbeiter und gegen Unbekannt.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte gegenüber der SDA einen entsprechenden Bericht der «SonntagsZeitung». Justizministerin Simonetta Sommaruga hat am 2. April die Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt.

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Bereits im Oktober hatte die Atomabfall-Genossenschaft Nagra mitgeteilt, dass ein ehemaliger Mitarbeiter das interne Dokument an Nuklearexperte Marcos Buser und Geologie-Professor Walter Wildi weitergegeben habe.

Anfang Oktober veröffentlicht

Das Papier legt nahe, dass bereits entschieden ist, wo dereinst die nuklearen Abfälle gelagert werden sollen - trotz der laufenden Standortsuche. Die «SonntagsZeitung» hat das Dokument Anfang Oktober veröffentlicht.

Das Umweltdepartement von Bundesrätin Doris Leuthard (UVEK) kam allerdings in seinen Abklärungen zum Schluss, dass die Standortsuche für Atommüllendlager korrekt ablaufe. Lediglich bei den Verfahrensregeln zwischen den Bundesbehörden untereinander und mit der Nagra ortet das UVEK Verbesserungsbedarf. (sda)

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