St. Gallen – Strafuntersuchung wegen verstorbener Spital-Lernenden eingeleitet
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St. Gallen Strafuntersuchung wegen verstorbener Spital-Lernenden eingeleitet

Ende Oktober verstarben zwei Lernende (Fachfrauen Gesundheit), die beim Kantonsspital St. Gallen (KSSG) arbeiteten. Nun hat die Staatsanwaltschaft St. Gallen eine Obduktion angeordnet. Ein Standardvorgehen bei jungen Verstorbenen.

von
Katja Fässler
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Trauer um zwei verstorbene Lernende: Die genaue Todesursache wird derzeit untersucht. 

Trauer um zwei verstorbene Lernende: Die genaue Todesursache wird derzeit untersucht.

Kantonsspital St. Gallen
Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat in dem Zusammenhang wegen eines aussergewöhnlichen Todesfalls eine Strafuntersuchung eröffnet. 

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat in dem Zusammenhang wegen eines aussergewöhnlichen Todesfalls eine Strafuntersuchung eröffnet.

Kantonsspital St. Gallen
In impfkritischen Kreisen wurden die Todesfälle mit der Covid-19-Impfung in Zusammenhang gebracht. Dies steht aber laut Staatsanwaltschaft aktuell nicht fest. 

In impfkritischen Kreisen wurden die Todesfälle mit der Covid-19-Impfung in Zusammenhang gebracht. Dies steht aber laut Staatsanwaltschaft aktuell nicht fest.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Die Todesursache zweier verstorbener 17-jähriger Lernenden wird mittels Obduktion untersucht.

  • In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen eine Strafuntersuchung eröffnet.

  • Es geht darum herauszufinden, ob die Todesursache eine natürliche oder nicht natürliche Ursache hatte.

  • Das sei ein Standardvorgehen, wenn junge Personen versterben.

Anfang November machte der plötzliche Tod zweier 17-jähriger Lernenden (Fachfrauen Gesundheit) des Kantonsspitals St. Gallen Schlagzeilen. Nun hat die Staatsanwaltschaft St. Gallen eine Strafuntersuchung wegen eines aussergewöhnlichen Todesfalls (AgT) eröffnet. In diesem Zusammenhang sei eine Obduktion angeordnet worden, wie Leo-Philippe Menzel von der St. Galler Jugendanwaltschaft bestätigt. «Dies ist gerade beim Todesfall von jungen Personen ein Standardvorgehen», so Menzel. Ganz allgemein werde bei vielen Todesfällen ein Staatsanwalt oder eine Staatsanwältin beigezogen, um ein Tötungsdelikt auszuschliessen.

Das Verfahren diene dazu, die genaue Todesursache der Verstorbenen in Erfahrung zu bringen. Es werde dabei gegen keine spezifischen Personen ermittelt. Aus impfkritischen Kreisen hiess es, der Tod der beiden Lehrlinge stehe im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung, was aber zum aktuellen Zeitpunkt laut Staatsanwaltschaft nicht feststeht. Die Eltern beider Verstorbenen waren über die Behauptungen entsetzt. «Es ist unsäglich, dass solche Gerüchte herumgehen. Es ist widerlich und verletzend», sagte eine Mutter im «Blick».

Kein Verfahren im Kanton Thurgau

Die zweite Lernende, die verstorben ist, stammte aus dem Kanton Thurgau. Zur verstorbenen Person läuft laut Staatsanwaltschaft kein Verfahren wegen eines aussergewöhnlichen Todesfalles. Das könnte bedeuten, dass die Person etwa aufgrund von Vorerkrankungen gestorben ist oder der Sterbeort nicht im Gebiet der Thurgauer Behörden liegt.

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