Aktualisiert 12.02.2015 15:21

Vorsätzliche Tötung

Strafverfahren gegen Vater des getöteten Mädchens

Anfang Februar wurde in Niederlenz eine Vierjährige erstochen. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Vater. Die Staatsanwaltschaft hat nun ein Verfahren gegen ihn eröffnet.

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In diesem Haus wurde ein vierjähriges Mädchen erstochen. Im Garten steht das Spielhaus und die Rutschbahn des getöteten Kindes.

In diesem Haus wurde ein vierjähriges Mädchen erstochen. Im Garten steht das Spielhaus und die Rutschbahn des getöteten Kindes.

20 Minuten/Annette Hirschberg
Ein Rettungswagen fährt in der Nacht auf den 2. Februar zum Tatort.

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Newspictures
Nach ersten Erkenntnissen wies das Kind Stichverletzungen auf.

Nach ersten Erkenntnissen wies das Kind Stichverletzungen auf.

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Im Fall des getöteten vierjährigen Mädchens in Niederlenz AG hat die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau ein Strafverfahren gegen den 44-jährigen Vater eröffnet. «Nach ersten Erkenntnissen ist der Vater des verstorbenen Mädchens dringend tatverdächtig», teilten die Strafverfolgungsbehörden am Donnerstag mit.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung und wird Untersuchungshaft für den Vater beantragen. Zurzeit sei der Beschuldigte noch in intensiver ärztlicher Behandlung und befinde sich in einer überwachten Intensivstation. Er sei nach wie vor nicht einvernahmefähig.

«Sobald es der Gesundheitszustand des Beschuldigten zulässt, wird ihm die Staatsanwaltschaft formell die Untersuchungshaft eröffnen und einen Haftantrag beim zuständigen Zwangsmassnahmengericht stellen», teilten die Strafverfolgungsbehörden mit.

Mutter wurde befragt

Das vierjährige Mädchen war am Abend des 2. Februar im Haus der Eltern in Niederlenz getötet worden. Das Kind wies Stichverletzungen im Brustbereich auf. Die Rettungskräfte fanden die 43-jährige Mutter leicht verletzt und den 44-jährigen Ehemann schwer verletzt vor. Für das Kind kam jede Hilfe zu spät.

Die Ehefrau des Beschuldigten befindet sich laut der Staatsanwaltschaft ebenfalls nach wie vor in ärztlicher Behandlung, konnte allerdings bereits befragt werden. «Aus ermittlungstaktischen Gründen können hierzu keine Details bekannt gegeben werden.» Die Behörden gehen nach wie vor von einem Familiendrama aus. (sda)

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