Strasse ins Calancatal nach Felssturz gesperrt
Aktualisiert

Strasse ins Calancatal nach Felssturz gesperrt

Nach einem Felssturz bei Grono bleibt die Talstrasse ins Südbündner Calancatal eine Woche gesperrt. Gesteinsbrocken so gross wie kleinere Einfamilienhäuser müssen weggeräumt werden.

Die Strasse wurde stark beschädigt, wie Marco Weisshaupt vom Bündner Tiefbauamt ausführte. Mit den Aufräumarbeiten wurde am Samstagmorgen begonnen. Zuvor war das Felssturzgebiet am Eingang zum Tal von Geologen besichtigt und von drei Katastrophenhunden abgesucht worden. Laut den Behörden wurde niemand verletzt.

Die Bevölkerung des Calancatales wurde durch den Abbruch nicht von der Umwelt abgeschnitten. Eine Forst- und Gemeindestrasse gewährleistet die Verbindung und die Versorgung. Auf der Strasse dürfen Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht verkehren.

Völlig überraschend

Ereignet hat sich der Felssturz auf dem Gebiet der Gemeinde Grono, rund einen Kilometer nach der Einfahrt zum Tal. Laut Weisshaupt kam der Abbruch an der rechten Talflanke am Freitagnachmittag um etwa 16 Uhr völlig überraschend. In diesem Gebiet sei es noch nie zu Steinschlägen gekommen.

Die Bevölkerung des Calancatales hat lernen müssen, mit Felsstürzen zu leben. Im letzten Jahr waren nach dem Pfingstwochenende bei Arvigo, rund acht Kilometer nach der Taleinfahrt, 150 000 Kubikmeter Gestein ins Tal gedonnert. Auch damals wurde niemand verletzt.

In der Folge kam es zu weiteren, aber kleineren Abbrüchen. Rund 400 000 Kubikmeter Fels waren in Bewegung geraten. Das Calancatal war während einer Woche von der Umwelt abgeschnitten gewesen. Für die Versorgung und Personentransporte wurden Helikopter eingesetzt. (sda)

Deine Meinung