03.09.2020 13:53

Test an Zürcher BellerivestrasseNur noch 2 statt 4 Autospuren, dafür Platz für Velos

Die Bellerivestrasse in Zürich muss saniert werden. Nun will die Stadt vorher zu Testzwecken die Anzahl Spuren halbieren und dafür Platz für Velos schaffen.

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Die verkehrsreiche Zürcher Bellerivestrasse soll im nächsten Jahr temporär nur noch auf zwei Spuren von Autos befahren werden.

Die verkehrsreiche Zürcher Bellerivestrasse soll im nächsten Jahr temporär nur noch auf zwei Spuren von Autos befahren werden.

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Dafür soll auf beiden Seiten eine Infrastruktur für Velos entstehen.

Dafür soll auf beiden Seiten eine Infrastruktur für Velos entstehen.

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Die Stadt wird nun ein Konzept ausarbeiten für den Test.

Die Stadt wird nun ein Konzept ausarbeiten für den Test.

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Darum gehts

  • Die Zürcher Bellerivestrasse soll versuchsweise ab nächstem Frühling auf zwei Spuren reduziert werden.
  • Neu soll es auf beiden Seiten Platz für Velos geben.
  • Der Kanton muss diesem Vorhaben noch zustimmen.

Ab dem Frühjahr 2021 sollen auf der Bellerivestrasse in der Stadt Zürich für den motorisierten Verkehr vorübergehend nur zwei statt vier Spuren zur Verfügung stehen. Dadurch entsteht Platz für eine beidseitige Veloinfrastruktur. Bis Ende des laufenden Jahres soll ein detailliertes Verkehrskonzept für den Versuch erarbeitet werden, wie die Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte.

Der Versuch, der ein halbes Jahr dauern wird, soll zur Erarbeitung eines Sanierungsprojektes für die Strasse beitragen. Verkehrsstudien hätten ergeben, dass eine Reduktion von vier auf zwei Spuren auf dem Abschnitt vom Bahnhof Tiefenbrunnen bis Kreuzstrasse möglich sei. Die verbleibende Kapazität sei ausreichend, da dass maximale Verkehrsaufkommen durch den Flaschenhals beim Bellevue bestimmt werde.

Sanierung ab 2025

Die Erkenntnisse aus dem Versuch sollen in die weitere Planung einfliessen. Baustart für das Sanierungsprojekt wird voraussichtlich im Jahr 2025 sein. Eine definitive bauliche Umsetzung einer solchen Massnahme müsste durch den Kanton genehmigt werden, wie dieser in einer separaten Mitteilung schreibt.

Die SVP von Kanton und Stadt Zürich zeigen Unverständnis für den Versuch. Es ist von einem «Angriff auf die Autofahrer der Landbevölkerung» die Rede. Die Partei fordert von Regierungsrätin Carmen Walker Späh, sich gegen das Vorhaben stark zu machen.

(sac, SDA)

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194 Kommentare
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Zürcher

04.09.2020, 10:16

Sorry, einen Veloweg hats doch schon hinter der Hecke. Brauchts jetzt auch schon drei Spuren für die Velos ??

Trudi

04.09.2020, 03:01

Es ist doch einfach nur noch unfassbar. Immer weniger Parkplätze, ein Nadelöhr wie die Strecke Bellerivestr. /Bellevue wird noch kleiner gemacht damit sich der Rückstau bis zum Zollikerberg ergibt usw. Gehts eigentlich noch? Wenn die Velofahrer permanent und immer mehr unterstützt werden, dann sollen sie sich dementsprechend gleichermassen an den Verkehrsabgabe Kosten beteiligen! Es kann doch nicht sein, dass auf Kosten der Autofahrer, die Velofahrer immer mehr unterstütz werden.

Franz

03.09.2020, 17:51

Wer bezahlt die schön geteerten Strassen? Sicher nicht die Radfahrer. Sondern die motorisierten Fahrzeuge. Mit der Strasseverkehtsabgabe. Ich fordere das jedes Fahrrafauch Abgaben bezahlt!