Aktualisiert 03.08.2012 14:43

Unter Trümmern begrabenStrasse verschluckt Passanten

Der heftige Wirbelsturm «Saola» in Taiwan fordert immer mehr Todesopfer. Auch Gehwege stürzen wegen der Gewalt der Wassermassen zusammen. Einem Mann brach buchstäblich der Boden unter den Füssen weg.

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mba/ap/sda

(Video: AP-Television)

Eine Überwachungskamera zeichnet am Donnerstag Unfassbares auf: Ein Mann spaziert auf einer Strasse in Sanshia, einem Stadtgebiet im taiwanesischen Taipeh. Plötzlich bricht der Boden unter ihm ein. Er stürzt in die Tiefe. Rettungskräfte können Stunden später nur noch seinen Leichnam bergen. Als eine Moderatorin auf derselben Strasse über den tragischen Vorfall berichten will, stürzt hinter ihr der Weg erneut zusammen. Doch sie hat Glück und kann gerade noch von der Stelle wegspringen (siehe Video oben).

Durch die unglaublichen Wassermassen von einem nahe gelegenen Fluss sei das Fundament der Strasse weggespült worden, erklärten taiwanesische Beamte. Laut dem Katastrophenschutz kostete der Sturm in Taiwan bereits fünf Menschen das Leben, zwei werden vermisst. Das Verteidigungsministerium stellte 48 000 Soldaten zur Beseitigung möglicher Schäden ab. Meteorologen sagten für das gesamte Wochenende heftigen Regen voraus und warnten vor weiteren Überschwemmungen. Auf den Philippinen hatte «Saola» Anfang der Woche mindestens 37 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 230 000 Menschen flüchteten zu Verwandten oder in Notunterkünfte.

Vom Erdboden verschluckt
Sturm «Saola» wütet auf den Philippinen

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