Österreichischer Ex-Minister: Strasser muss drei Jahre in Haft
Aktualisiert

Österreichischer Ex-MinisterStrasser muss drei Jahre in Haft

Der ehemalige österreichische EU-Abgeordnete und Ex-Innenminister Ernst Strasser muss wegen Bestechlichkeit für drei Jahre ins Gefängnis.

Der österreichische Ex-Minister Ernst Strasser wurde wegen Bestechlichkeit verurteilt.

Der österreichische Ex-Minister Ernst Strasser wurde wegen Bestechlichkeit verurteilt.

Der Oberste Gerichtshof in Wien bestätigte am Montag in letzter Instanz ein Urteil des Landgerichts vom März, verringerte aber das Strafmass um sechs Monate.

Strasser hatte sich nach Überzeugung des Gerichts 2010 in Brüssel auf ein Lock-Angebot von angeblichen Lobbyisten eingelassen, er solle für 100'000 Euro im Jahr Einfluss auf die EU-Gesetzgebung nehmen.

Strasser räumte «schwere Fehler» ein

Das Angebot war eine Falle britischer Journalisten. «Ein EU-Abgeordneter, der korrupt ist, ist ein Übel, der das ganze Funktionieren der Europäischen Union in Frage stellt», begründete der Senat das Urteil.

Der 58-jährige Strasser hatte am Montag «schwere Fehler» eingeräumt. Aber er beharrte darauf, er habe «das, was mir die Anklagebehörde vorwirft, weder geplant noch gewollt».

Auch andere tappten in die Falle

Die britischen Journalisten hatten mehrere Dutzend Abgeordnete angesprochen. Neben Strasser waren den Reportern auch ein Abgeordneter aus Rumänien und einer aus Slowenien in die Falle getappt.

Der Slowene Zoran Thaler wurde im Januar zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, der rumänische Parlamentarier Adrian Severin wurde nach anfänglichem Leugnen aus der sozialdemokratischen Fraktion ausgeschlossen. Sein Prozess in Rumänien hat im Mai begonnen. (sda)

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