Zahnimplantate: Straumann beisst sich an der Krise die Zähne aus
Aktualisiert

ZahnimplantateStraumann beisst sich an der Krise die Zähne aus

Die um sich greifende Schuldenkrise hat viele Patienten dazu bewogen, den Zahnarztbesuch aufzuschieben oder eine günstigere Lösung als Zahnimplantate zu wählen.

Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Straumann im Krisenland Spanien. Auch in Italien liess das Unternehmen Federn.

Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Straumann im Krisenland Spanien. Auch in Italien liess das Unternehmen Federn.

In seinem wichtigsten Absatzmarkt Europa hat der Zahnimplantatehersteller Straumann im vergangenen Jahr weniger umgesetzt. Dank einer guten Geschäftsentwicklung in Nordamerika konnte das Unternehmen den Umsatz aber etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten.

In Nordamerika erzielte Straumann einen Umsatz von 173,7 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 11,7 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Wachstum auf dem zweitwichtigsten Absatzmarkt des Zahnimplantateherstellers 6 Prozent.

Umsatz schrumpft in Europa

Ein anderes Bild zeigt sich in Europa, dem mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt Straumanns. Hier schrumpfte der Umsatz um 6,5 Prozent auf 378,1 Mio Franken. In Lokalwährungen betrug der Rückgang 5,1 Prozent.

Die um sich greifende Schuldenkrise habe viele Patienten dazu bewogen, den Zahnarztbesuch aufzuschieben oder eine günstigere Lösung zu wählen. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Straumann denn auch im Krisenland Spanien. Auch in Italien liess das Unternehmen Federn.

Probleme in Japan

Auf dem asiatischen Markt konnte Straumann die Umsätze aus dem Vorjahr in etwa halten. Einbussen verzeichnete das Unternehmen wegen Medienberichten über Nebenwirkungen von Implantaten sowie eines Konjunkturabschwungs in Japan. Dafür legte der Absatz in China zu.

Insgesamt erzielte Straumann 2012 mit 686,3 Mio. Fr. rund 1 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. In Lokalwährungen betrug der Rückgang 1,6 Prozent. Der Betriebsgewinn fiel mit 61,0 Mio. Franken 23,7 Prozent tiefer aus. Die Gewinne seien allerdings von Sondereffekten beeinflusst worden, teilte Straumann am Donnerstag mit. (sda)

Deine Meinung