25.07.2020 12:00

Bremgarten AGStreetparade-«Bomber» legte Feuer in Rathaus

Der 32-jährige Deutsche, der an der letztjährigen Street Parade mit einer Attrappe einen Bombenalarm auslöste, tickte offenbar im Rathaus von Bremgarten AG aus.

von
Joel Probst

Um die Bombenattrappe zu sichern, die der Deutsche gebaut hatte, kam auch ein Bombenroboter zum Einsatz.

Darum gehts

  • Ein Deutscher soll im Rathaus von Bremgarten ein Feuer gelegt haben.
  • Dabei handelt es sich offenbar um den Mann, welcher eine Bombenattrappe an der letztjährigen Streetparade legte.
  • Der Deutsche wurde bereits vor dem Vorfall im Rathaus wieder straffällig.

Es bleibt nicht ruhig um den «Bombenleger» von der Streetparade. Im Rathaus von Bremgarten soll der 32-jährige Deutsche durchgedreht sein und ein Feuer gelegt haben. Daraufhin habe der Deutsche einen Feuerlöscher genommen und herumgespritzt, wie der «Blick» berichtet. Die Polizei habe den Mann schliesslich festgenommen.

Laut der Zeitung ereignete sich der Vorfall im Mai. Erst im August 2019 sorgte der Deutsche an der Street Parade für einen Bombenalarm - und wurde deshalb im Dezember zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten wegen versuchter Schreckung der Bevölkerung, Sachbeschädigung und Drohung verurteilt. Kurz später kam er mit einer Probezeit von vier Jahren auf Bewährung frei.

Bereits mit Bombenattrappe Panik ausgelöst

Der Schreiner aus Bremgarten hatte einen orangen Rucksack in einem Gebüsch am Zürcher Utoquai deponiert. Darin befand sich eine Bombenattrappe aus vier mit Benzin gefüllten PET-Flaschen, Plastikröhren, Mobiltelefonen und Drähten. Mit der Bombenattrappe wollte sich der Deutsche eigentlich bei Prostituierten rächen, denen er vorwirft, ihm Geld gestohlen zu haben.

Bereits im Februar wurde der Deutsche laut dem «Blick» wegen eines Streits mit seinem ehemaligen Vermieter wieder straffällig. Dieser habe ihn zuvor wegen offener Mieten aus der Wohnung geschmissen. Am Telefon habe der Deutsche seinen Vermieter mit Sätzen wie «Ich wollte einmal fragen, ob Herr X. meinen Y. lutschen will, ja?» beschimpft. Dafür setzte es eine bedingte Geldstrafe von 1100 Franken und eine Busse von 500 Franken.

«Froh, dass es keine Verletzten gab»

Eine Haftstrasse kassierte er gemäss der Zeitung hingegen nicht, sondern lediglich eine Verwarnung. Seit dem Rathaus-Vorfall sitzt er aber offenbar wieder in U-Haft.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber dem «Blick», «dass im Zusammenhang mit einem Vorfall im Rathaus von Bremgarten eine Strafuntersuchung gegen einen 32-jährigen Beschuldigten aus Deutschland eröffnet wurde». Die Stadtverwaltung möchte sich nicht zum Fall äussern: «Wir sind froh, dass es keine Verletzten gab.»

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