Tiefe Rezession: Streichkonzert auf dem Arbeitsmarkt
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Tiefe RezessionStreichkonzert auf dem Arbeitsmarkt

Schlimmer Wochenstart in den USA: Allein am Montag kündigten mehrere Konzerne die Streichung von 68 000 Jobs an.

68 000 Stellen gestrichen in einem Tag; CNN Online listet sie alle säuberlich auf. Mehr als 200 000 Arbeitsplätze sind bereits 2009 in den USA gestrichen worden. Und 2008 wurden fast 2,6 Millionen Arbeitsplätze gestrichen, so viele wie seit 1945 nicht mehr.

So entlässt der drittgrösste US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel bis Ende März rund 8000 Mitarbeiter. Pharmagigant Pfizer will für 68 Milliarden Dollar den Konkurrenten Wyeth übernehmen und plant gleichzeitig den Abbau von circa 8000 Stellen. Die US-Baumarktkette Home Depot streicht angesichts der Rezession 7000 Stellen.

Vergangene Woche war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld in den USA auf 589 000 gestiegen, nach 527 000 in der Vorwoche. Damit lag die Zahl der Erstanträge so hoch wie seit November 1982 nicht mehr, als sich die USA gerade aus einer tiefen Rezession herauskämpften.

Lange Liste des Jobabbaus

Die Liste der Grosskonzerne, die Stellenstreichungen ankündigen, wird dabei immer länger: So baut der Softwareriese Microsoft angesichts fallender Profite bis zu 5000 Jobs ab, die Deutsche Post streicht in den USA fast 15 000 Stellen, Sun Microsystems will im Laufe des Jahres zwischen 5000 und 6000 Stellen streichen und bei AT&T sind 12 000 Jobs betroffen.

Gerade auch bei den angeschlagenen Banken gibt es einen regelrechten Stellenkahlschlag: 53 000 Jobs sind es bei der Citigroup, 9200 bei der von JPMorgan Chase übernommenen Washington Mutual und bei der Bank of America stehen wegen der Konjunkturkrise und der Übernahme des angeschlagenen Geldhauses Merrill Lynch 35 000 Stellen auf der Kippe.

(AP/kub)

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