Kabinenpersonal: Streik bei Air France verschoben
Aktualisiert

KabinenpersonalStreik bei Air France verschoben

Das Kabinenpersonal der französischen Fluggesellschaft Air France hat einen für kommende Woche angekündigten Streik um einen Monat verschoben.

Die Gewerkschaften wollen vor einem Ausstand nach eigenen Angaben vom Samstag darauf hinwirken, dass das Oberhaus in Paris eine von der Nationalversammlung beschlossene Erhöhung des Renteneintrittalters auf 65 Jahre noch kippen wird.

«Wir hoffen, den Druck auf die Senatoren aufrechterhalten zu können», sagte ein Gewerkschaftssprecher. Ursprünglich war der von acht Gewerkschaften angekündigte Ausstand für kommenden Dienstag angekündigt. Jetzt sei der Streik für 5. bis 9. Dezember geplant, hiess es in einer Erklärung der Arbeitnehmervertreter.

Der Entschliessung des Unterhauses zufolge sollen Piloten und Kabinenpersonal künftig erst mit 65 Jahren in den Ruhestand treten können. Das Renteneintrittsalter für Piloten liegt derzeit bei 60, das des Kabinenpersonals bei 55 Jahren.

Die Pilotengewerkschaft SNPL-Alpha, die rund 80 Prozent der Beschäftigten im Cockpit vertritt, hat einen viertägigen Streik direkt nach der Abstimmung im Senat am 14. November angekündigt.

Gewerkschafter und Regierungsvertreter wollen kommende Woche zu Verhandlungen zusammenkommen, um den Streik noch abzuwenden. Die Proteste könnten die Probleme von Air France-KLM vergrössern, die wie andere Fluggesellschaften in Europa mit Buchungsrückgängen infolge der Konjunkturabschwächung.

(sda)

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