Aktualisiert 19.10.2004 10:12

Streik bei Opel legt in Antwerpen Werk lahm

Die Arbeitsniederlegung im Opel-Werk in Bochum zeigt erste Auswirkungen auf die Produktion an anderen Standorten des US-Mutterkonzerns General Motors (GM). Das Werk in Antwerpen kündigte die Einstellung der Produktion an, weil die Lieferung von Achsen aus Deutschland ausfällt.

Die Maschinen sollten ab Dienstagnachmittag ruhen, weil Teile für die Produktion fehlten, sagte ein Sprecher des Werks in Belgien. Antwerpen ist auf die Lieferung von Achsen aus Bochum für die Herstellung des Opel Astra angewiesen.

Wann die Produktion wieder aufgenommen werde, hänge von den Entwicklungen in Deutschland ab, sagte der Sprecher. Das Personal des Opel-Werks in Bochum hat die Arbeit nach der Bekanntgabe der Sparpläne von GM am Donnerstag niedergelegt. Noch am Dienstag sollte ein Entscheid über die Wiederaufnahme der Arbeit fallen.

GM hatte angekündigt, in Europa 12 000 Stellen zu streichen. Laut den Gewerkschaften sollen 10 000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen, davon je 4000 in Bochum und dem Opel-Stammwerk in Rüsselsheim. GM beschäftigt rund 63 000 Angestellte an elf Standorten in Europa. Seit 1999 machte der Konzern im Europa- Geschäft keinen Gewinn mehr.

(sda)

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