Aktualisiert

Streik bei VW-Mexico legt Produktion lahm

Mit einem Streik in der Volkswagen- Fabrik im mexikanischen Puebla haben am Freitag rund 10 000 Mitarbeiter die Produktion lahm gelegt.

Die Angestellten legten um 18.00 Uhr MESZ ihre Arbeit an den Fliessbändern nieder, von denen täglich 1400 für den Export bestimmte Autos rollen.

Zuvor hatten die Gewerkschaftsführer ein Angebot der Firmenleitung über 4 Prozent Lohnanstieg und eine 0,5 Prozent höhere Gewinnbeteiligung abgelehnt. Die Gewerkschaft fordert 11,25 Prozent mehr Lohn. Ausserdem lehnt sie die Pläne der Geschäftsleitung ab, flexiblere Arbeitszeiten einzuführen, um die Zahlung von Überstunden zu vermeiden.

Volkswagen produziert in Mexiko mehrere Marken, vor allem den «Beetle» für den US-amerikanischen und den europäischen Markt. In Puebla wurden 2005 insgesamt 301 000 Fahrzeuge zusammengeschraubt, die Geschäftsführung will die Zahl in diesem Jahr auf 350 000 steigern.

Zuletzt hatten die VW-Mitarbeiter in Puebla 2004 gestreikt; der Ausstand dauerte drei Tage. Im Jahr 2000 hatten die Mitarbeiter für einen Monat ihre Arbeit niedergelegt; 2001 für 18 Tage. (sda)

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