Flughafen Genf: «Streik ist eine Kriegserklärung»
Aktualisiert

Flughafen Genf«Streik ist eine Kriegserklärung»

Am Genfer Flughafen streiken die Angestellten zweier Bodenabfertigungsfirmen. Sie protestieren gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Dadurch wurden einige Flüge verspätet, und die Passagiere mussten etwas länger auf ihr Gepäck warten.

Rund 150 Mitarbeitende der Firmen Dnata und Swissport nehmen gemäss der Genfer Gewerkschaft SIT an dem Streik teil. Lediglich 40 Angestellte hätten am Samstagmorgen die Arbeit nicht aufgenommen, liess demgegenüber ein Sprecher des Aeroport International de Geneve (AIG) verlauten.

Der Streik an einem der verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres sei «komplett unverantwortlich», kritisiert die AIG. Ein Sprecher nannte den Ausstand eine «Kriegserklärung» und zeigte sich «überrascht und enttäuscht», dass es trotz laufender Verhandlungen zu dieser nicht angekündigten Aktion gekommen sei.

Die Gewerkschaften ihrerseits kritisieren, ihre Forderungen seien in diese Verhandlungen nicht berücksichtigt worden. Sie beklagen eine fortschreitende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen als Folge des immer härteren Wettbewerbs. Sie fordern einen Gesamtarbeitsvetrag für die Angestellten sämtlicher am Flughafen tätigen Firmen.

Am Sonntag nahmen die Angestellten von Dnata laut Stämpfli die Arbeit wieder auf, während die Swissport-Mitarbeitenden ihren Protest fortsetzten. Wie bereits am Vortag führte der Streik zu Verzögerungen bei der Sortierung und dem Verlad des Gepäcks. Bei einigen Flügen kam es laut AIG zu Verspätungen von rund einer halben Stunde. Sorgen bereiteten den Flughafenveranwortlichen zudem die für Sonntag angekündigten Schneefälle. (sda/dapd)

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