Kloten ZH: «Streik wäre Ultima Ratio» – Wütende Swiss-Piloten fordern Verbesserungen

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Kloten ZH«Streik wäre Ultima Ratio» – Wütende Swiss-Piloten fordern Verbesserungen

Pilotinnen und Piloten der Swiss verlangen «zeitgemässe» Arbeitsbedingungen. Und den Teuerungsausgleich. Die Verhandlungen dauern an. 

von
Michelle Ineichen
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Aeropers und die Swiss verhandeln seit Herbst 2021 über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag, der alte Vertrag lief am 1. April 2022 ab.

Aeropers und die Swiss verhandeln seit Herbst 2021 über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag, der alte Vertrag lief am 1. April 2022 ab.

20min/Anna Bila
Seitdem fliegen die Piloten der Swiss ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag.

Seitdem fliegen die Piloten der Swiss ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag.

20min/Michael Scherrer
Am Donnerstag fand ein Protestmarsch der Swiss-Pilotinnen und -Piloten in Kloten ZH statt.

Am Donnerstag fand ein Protestmarsch der Swiss-Pilotinnen und -Piloten in Kloten ZH statt.

20min/Anna Bila

Darum gehts

Am Donnerstag fand ein Protestmarsch der Swiss-Pilotinnen und -Piloten in Kloten ZH statt. Ab 13 Uhr versammelten sich die Mitglieder des Pilotenverbands Aeropers am Zentrum Schluefweg, um zur Swiss-Zentrale am Obstgarten zu marschieren. «Wir haben heute unseren Mitgliedern die Chance gegeben, der Geschäftsleitung zu zeigen, wie unzufrieden sie sind», sagt Thomas Steffen, Vorstand und Sprecher beim Pilotenverband Aeropers.

Rund 360 Personen seien vor Ort gewesen. Die Forderungen der Betroffenen: «Wir wollen einen zeitgemässen Arbeitsvertrag, der die gesellschaftlichen Realitäten abdeckt und eine Perspektive bietet.» Dabei liege der Hauptfokus in der Verbesserung bei der Planbarkeit des Soziallebens. «Wir sind als Piloten gewohnt, unregelmässig zu arbeiten. Es gibt aber Massnahmen, die uns das Leben erleichtern würden», sagt Steffen.

Als Beispiel nennt er die Kindsbetreuung. «Derzeit erhalten Pilotinnen und Piloten den Arbeitsplan am 25. des Vormonats. Das heisst, ich erfahre beispielsweise erst am 25. September, ob ich auf meine Tochter am 1. Oktober aufpassen kann.»

«Wir streben eine Lösung am Verhandlungstisch an»

Doch auch die finanzielle Perspektive spiele eine Rolle. Eine Lohnerhöhung stehe dabei nicht im Fokus: «Es geht um die Teuerung der letzten vier Jahre. Ein Ausgleich der Teuerung ist für mich keine Lohnerhöhung», sagt Steffen. 

Die Gespräche dauern an: «Unser Ziel ist es, am Verhandlungstisch eine Lösung zu finden. Wenn uns aber die Geschäftsleitung und der CEO keine andere Wahl lassen, dann sind Arbeitskampfmassnahmen ab dem 17. Oktober möglich. Ein Streik wäre aber Ultima Ratio.»

Aeropers und die Swiss verhandeln seit Herbst 2021 über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag, der alte Vertrag lief am 1. April 2022 ab. Seitdem fliegen die Piloten der Swiss ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag.

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