Frankfurter Flughafen: Streiks sorgen für Ausfälle in der Schweiz
Aktualisiert

Frankfurter FlughafenStreiks sorgen für Ausfälle in der Schweiz

Auf dem Flughafen Frankfurt wird seit Montagmorgen für 48 Stunden gestreikt. Das hat auch Konsequenzen für die Flughäfen Zürich, Basel und Genf.

Der Flughafen-Betreiber Fraport rechnet damit, dass bis zu 70 Prozent aller rund 1250 geplanten Flugbewegungen stattfinden können.

Der Flughafen-Betreiber Fraport rechnet damit, dass bis zu 70 Prozent aller rund 1250 geplanten Flugbewegungen stattfinden können.

Der Streik am Flughafen in Frankfurt und bei der spanischen Airline Ibera hat auch zu Ausfällen an den Flughäfen in Zürich, Basel und Genf geführt. Auf den dennoch durchgeführten Flügen kam es zu Verspätungen.

Die Swiss strich am Montag drei von fünf Verbindungen von Zürich nach Frankfurt. Auf den beiden anderen Flügen wurden laut einer Sprecherin der Airline grössere Maschinen eingesetzt, um Passagiere der ausgefallenen Verbindungen aufnehmen zu können.

Zwei von acht Verbindungen ausgefallen

Am EuroAirport bei Basel musste die Lufthansa laut dem im Internet ständig aktualisierten Flugplan drei von fünf An- und Abflügen ausfallen lassen.

In Genf-Cointrin strich die Lufthansa zwei von acht Verbindungen nach Frankfurt. Die ebenfalls von einem Streik betroffenen Iberia annullierte zwei von vier Verbindungen zwischen Genf und Madrid. Ab Zürich flog die spanische Airline dagegen zunächst wie geplant nach Madrid und Barcelona.

Überraschende Verlängerung

In der Nacht zum Montag hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Streik überraschend um 24 Stunden verlängert. Ursprünglich sollte die Arbeit nur bis am Dienstagmorgen 5 Uhr niedergelegt werden. Nun soll der Ausstand nach GdF-Angaben bis Mittwoch 5 Uhr dauern.

Insbesondere Inlandflüge, aber auch Flüge auf Mittelstrecken etwa innerhalb Europas könnten dem Ausstand zum Opfer fallen. Allein die Lufthansa streicht von Montag- bis Dienstagmorgen rund 200 Starts und Landungen - Langstreckenflüge sollen nach Auskunft eines Sprechers aber nicht betroffen sein.

Der Flughafen-Betreiber Fraport geht davon aus, dass in den ersten 24 Stunden des Streiks insgesamt bis zu 70 Prozent aller rund 1250 geplanten Flugbewegungen stattfinden können. Er hatte eigens Mitarbeiter geschult, die die Aufgaben von Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweisern und Disponenten übernehmen.

Mehr Lohn gefordert

Die Gewerkschaft will mit dem Ausstand in der Tarifauseinandersetzung mit Fraport den Druck erhöhen. Sie kritisierte, dass der Betreiber sich nicht bewege.

Fraport sieht dagegen die Gewerkschaft am Zuge und forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag hatten die rund 200 Vorfeldmitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Allein am Freitag waren dadurch 301 Flüge ausgefallen. (sda)

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