Gegen Sparmassnahmen: Streiks und Blockaden in Griechenland
Aktualisiert

Gegen SparmassnahmenStreiks und Blockaden in Griechenland

Angestellte von Energiefirmen haben in ganz Griechenland die staatliche Stromversorgung blockiert. Zudem streikten aus Protest gegen die Sparmassnahmen der Regierung die Apotheker.

«Besetzt» steht auf dem schwarzen Banner, das die Demonstranten am Gebäude des staatlichen Stromversorgers in Athen angebracht haben.

«Besetzt» steht auf dem schwarzen Banner, das die Demonstranten am Gebäude des staatlichen Stromversorgers in Athen angebracht haben.

Angestellte von Gemeinden und Energieunternehmen protestierten gegen eine neue Grundsteuer. Sie soll nach dem Willen der griechischen Regierung über die Stromrechnung kassiert werden. Ihren Protest äusserten die Demonstranten mittels Blockaden bei mehreren Gebäuden staatlicher Stromversorger.

Vergangene Woche hatte eine Gewerkschaft der Elektrizitäts- Arbeiter dem Gesundheitsministerium vier Stunden lang den Strom abgedreht.

Weitere Streiks angekündigt

Im Grossraum Athen blieben am Montag zudem die Apotheken geschlossen. Die Pharmazeuten verlangten, dass die vom Staat unterstützten Krankenkassen ihre wachsenden Schulden begleichen.

Für Dienstag kündigten die Transportarbeiter einen vierstündigen Streik an. Mit dem Ausstand wollen sie gegen Personalabbau protestieren. Die weitreichenden Sparmassnahmen sind eine Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche des Rettungspakets für Griechenland. Ohne die neue Überweisung droht Athen am 15. Dezember die Zahlungsunfähigkeit. (sda)

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