Islanders-Krise: Streit auf der Suche nach dem perfekten Spiel
Aktualisiert

Islanders-KriseStreit auf der Suche nach dem perfekten Spiel

Die New York Islanders stecken in der Krise und Mark Streit sucht seinen alten Formstand. Trotzdem ist der Teamcaptain gut gelaunt.

von
Jürg Federer
New York

Zwei Siege in den letzten 13 Spielen, in dieser Zeit ein Torverhältnis von 24:50, auf dem letzten Platz der Eastern Conference platziert und bereits acht Punkte von einem Playoffplatz entfernt. Die New York Islanders stecken in der Krise und Mark Streit steckt mittendrin. Der Berner ist in 15 Jahren vom NLA-Nobody zum NHL-Schlüsselspieler aufgestiegen, kein Spieler der Islanders weiss besser als er, wie man als Underdog zum Erfolg findet.

«Es ist ein Lernprozess, in einer Niederlagenserie den Kopf nicht in den Sand zu stecken», erklärt Streit. «Man kehrt nach Hause zurück, dann kann man nicht einschlafen weil man den Frust spürt, den eine Niederlage auslöst.» Doch bereits am nächsten Morgen hat der Bermer mit dem Vorabend abgeschlossen. «Ich versuche, am Tag nach einer Partie immer gut gelaunt ins Training zu kommen, unabhängig davon ob wir gewonnen oder 0:5 verloren haben.»

«Dürfen uns nicht von Resultaten beeindrucken lassen»

Nach seiner Verletzungspause ist Streit noch nicht der Alte, seine persönliche Plus/Minus-Bilanz (-12) ist die schlechteste des Teams. «Ich kann besser spielen, das ist nach so einer langen Pause ganz normal», bestätigt er. «Ich muss im Powerplay mehr den Abschluss suchen aber ich setze mich nicht unter Druck, ich nehme einen Schritt nach dem anderen.» Was der Captain der New York Islanders sagt, überträgt er auf das ganze Team. «Im Moment dürfen wir uns nicht von den Resultaten beeindrucken lassen. Alles was zählt, ist der nächste Einsatz und nicht was auf der Matchuhr steht.»

Nach jeder Partie schaut sich Streit alle seine Einsätze auf dem iPad an und analysiert seine Leistung. «Da sieht man bei Siegen schlechte Aktionen und bei Niederlagen gibt es immer auch gute Szenen.» Streit lässt sich so weder vom Übermut lenken, der in Siegen steckt, noch vom Frust, den Niederlagen verbreiten. «Auch nach einem Sieg kann man vieles besser machen», sagt er. «Das perfekte Spiel gibt es zwar nicht, man muss aber in jedem Einsatz versuchen, das perfekte Spiel zu spielen. Die Resultate folgen dann wie von selbst.»

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