Aktualisiert 21.04.2006 20:08

Streit um Amt des Parlamentspräsidenten in Italien beigelegt

Es bewegt sich doch etwas in Rom: Ein erster Zwist in der Mitte-links-Koalition des bisherigen italienischen Oppositionsführers Romano Prodi hat sich offenbar von selbst gelöst.

Nachdem zunächst die Demokraten und die Kommunisten Anspruch auf den Posten des Parlamentspräsidenten erhoben hatten, verzichtete am Freitagabend der Vorsitzende der Demokraten, Massimo D'Alema, auf eine Kandidatur.

Ein Festhalten an der Kandidatur würde schmerzliche Wunden reissen und die künftige Regierung schwächen, erklärte D'Alema laut Berichten italienischer Nachrichtenagenturen. Prodi habe ihm und seiner Partei für diesen Geist der Opferbereitschaft und Loyalität gedankt, hiess es. Zuvor hatte Prodi erklärt, er werde in einigen Tagen eine Entscheidung treffen. Diese wurde ihm nun mit dem Verzicht D'Alemas abgenommen. Die Kommunisten wollen ihren Parteichef Fausto Bertinotti für das Amt des Parlamentspräsidenten, das dritthöchste Staatsamt, vorschlagen. (dapd)

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