Aktualisiert 09.08.2015 15:17

Gleicher Name

Streit um den Swiss Pass

Die neue Chipkarte der SBB und ein Salt-Abo tragen beide den Namen Swiss Pass. Nach einem Brief der SBB ist das Produkt bei Salt online nun nicht mehr zu finden.

von
kko
Die neue Chipkarte: Den Namen Swiss Pass werden nur die SBB benutzen.

Die neue Chipkarte: Den Namen Swiss Pass werden nur die SBB benutzen.

Zwei Unternehmen setzten mit Ausnahme des Wortabstands auf denselben Namen: die SBB und Salt. Weil die SBB ihre neue Chipkarte Swiss Pass nennen, war ihnen das Salt-Abo namens Swiss Pass ein Dorn im Auge. Die ehemalige Orange hat Anfang Juni Post von den SBB erhalten.

Im Brief habe man Salt «höflich darum gebeten, den Namen Swiss Pass in der Kommunikation nicht mehr zu verwenden», sagte SBB-Sprecherin Franziska Frey. Sie bestätigte gegenüber SDA einen Bericht der «Südostschweiz» vom Samstag. Mit dem Namenswechsel hat Salt Flatrate-Abos mit dem Namensbestandteil Pass eingeführt: den Young Pass, den Senior Pass – und eben den Swiss Pass.

Den Namen Swiss Pass (ohne Abstand zwischen den Wörtern) haben jedoch die SBB für ihre neue rote Chipkarte registriert, wie ein Blick ins Markenregister zeigt. Seit dem 1. August erhalten alle SBB-Kunden, die ein General- oder Halbtaxabonnement kaufen oder verlängern, automatisch diese neue Chipkarte.

Laut Salt besteht «absolut kein Zusammenhang» zwischen der Namensgebung und dem Umstand, dass Salt das Produkt zurzeit nicht online bewirbt. Dies teilte eine Unternehmenssprecherin am Samstag mit. Gegenüber der «Südostschweiz» begründete sie dies damit, dass Salt das Angebot in der Lancierungsphase online zum Verkauf angeboten habe. Erhältlich ist das Angebot nach wie vor: in den Verkaufsgeschäften und über den Kundendienst. (kko/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.