Streit um Spazierweg: Regierung macht Druck

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Streit um Spazierweg: Regierung macht Druck

Die Wohlener wollen einen Uferweg. Dies zeigt eine Umfrage. Doch die Anwohner bezichtigen die Gemeinde der Lüge. Nun schaltet sich auch noch der Kanton ein.

Die Gemeinde Wohlen solle endlich einen durchgehenden Weg entlang des Wohlensees bauen. Dies verlangt der Berner Regierungsrat. «Die bestehende Wanderwegverbindung entspricht nicht den Gesetzen», rügt er in der Antwort auf einen Vorstoss und drängt auf eine «raschestmögliche» Lösung.

Die Gemeinde Wohlen hat ihren Bürgern drei Varianten vorgelegt: einen Uferweg und zwei Varianten mit beschränktem Seeblick, dafür mit Aussichtskanzeln. «Wir haben 700 Rückmeldungen erhalten. Das ist sehr viel», sagt Gemeinderätin Rosmarie Kiener. Noch seien nicht alle ausgewertet. Doch in der Tendenz würde sich die Mehrheit für den Weg am Ufer aussprechen. Zweite Wahl sei die bestehende Verbindung via Eyweg, Kappelenring und Hofenstrasse. Der Weg durch ein Waldstück am Inselrainhang belegt Rang drei.

«Die Gemeinde hat tendenziös und falsch informiert. Ich bin entsetzt», sagt Simone Schenk, Präsidentin des Vereins «Heit Sorg zum Wohlensee». Es stimme nicht, dass der Uferweg die billigste Variante sei. Zudem werde der Vogelschutz gefährdet. Diese Vorwürfe aber weist Gemeinderätin Rosmarie Kiener zurück.

Daniel Barben, Denise Schneitter

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