Top-Clubs geben nicht auf - Streit um Superliga eskaliert – Real, Juve und Barça wehren sich gegen Uefa
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Top-Clubs geben nicht aufStreit um Superliga eskaliert – Real, Juve und Barça wehren sich gegen Uefa

Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin reagieren auf die Drohungen der Uefa und wollen im Streit um die Superliga nicht klein beigeben.

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Einer der Drahtzieher der Super-League-Pläne: Real-Präsident Florentino Perez.

Einer der Drahtzieher der Super-League-Pläne: Real-Präsident Florentino Perez.

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Gemeinsam mit dem FC Barcelona (hier Club-Präsident Joan Laporta im Bild) und Juventus Turin kämpft Real weiter um die Schaffung eines neuen, elitären Wettbewerbs der Top-Vereine.

Gemeinsam mit dem FC Barcelona (hier Club-Präsident Joan Laporta im Bild) und Juventus Turin kämpft Real weiter um die Schaffung eines neuen, elitären Wettbewerbs der Top-Vereine.

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In einem Statement sprechen die drei Clubs (hier Juve-Präsident Andrea Agnelli im Bild) von einem «inakzeptablen Druck», dem die 12 Super-League-Gründer-Vereine von Drittparteien ausgesetzt worden seien, und von «inakzeptablen Drohungen» seitens der Uefa. 

In einem Statement sprechen die drei Clubs (hier Juve-Präsident Andrea Agnelli im Bild) von einem «inakzeptablen Druck», dem die 12 Super-League-Gründer-Vereine von Drittparteien ausgesetzt worden seien, und von «inakzeptablen Drohungen» seitens der Uefa.

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Darum gehts

  • Die Uefa hatte am Freitag den verbleibenden drei Gründungsmitgliedern Real Madrid, Juventus Turin und FC Barcelona gedroht.

  • Nun reagieren die drei Clubs in einem gemeinsamen Statement.

  • Sie betonen darin die Wichtigkeit der Superliga.

Die drei verbliebenen Gründungsmitglieder der gescheiterten Super League haben die Drohungen der Uefa zurückgewiesen. Zugleich bekräftigten der FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin mit Nachdruck, dass ihre Pläne für die Zukunft des Fussballs wichtig seien. «Die Gründungsvereine wurden und werden von dritter Seite in inakzeptabler Weise unter Druck gesetzt, bedroht und beleidigt, damit sie das Projekt aufgeben und somit von ihrem Recht und ihrer Pflicht absehen, Lösungen für das Ökosystem Fussball durch konkrete Vorschläge und einen konstruktiven Dialog zu finden», heisst es am Samstag in einer Erklärung der beiden spanischen Spitzenclubs sowie der Italiener.

«Für die finanzielle Stabilität der Fussball-Familie»

Zum Wohle des Fussballs und für die finanzielle Nachhaltigkeit habe man die Pflicht, «verantwortungsvoll zu handeln und beharrlich nach angemessenen Lösungen zu suchen, trotz des inakzeptablen und andauernden Drucks und der Drohungen seitens der Uefa», heisst es in der Medienmitteilung weiter. Man habe die Super League mit dem Ziel gegründet, «Lösungen für die derzeitige unhaltbare Situation in der Fussballindustrie zu finden und eine finanzielle Stabilität für die gesamte europäische Fussballfamilie zu schaffen, die derzeit unter den Auswirkungen einer tiefen Krise leidet, die das Überleben vieler Vereine bedroht.»

Zudem hätten die ursprünglich zwölf Gründungsvereine «ausdrücklich» vereinbart, dass die Super League nur dann stattfinden wird, wenn ein solcher Wettbewerb von der Uefa und/oder dem Weltverband Fifa anerkannt wird. Uefa und Fifa hätten sich bisher geweigert, darüber «angemessen» zu diskutieren.

Die Uefa hatte am Freitagabend ihre Drohung verschärft. Man habe sich alle Rechte vorbehalten, angemessene Aktionen zu unternehmen und werde die Angelegenheit an die zuständigen Uefa-Disziplinargremien übergeben, hiess es. Aus dem ursprünglichen Dutzend haben bislang Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus ihre Ambitionen für eine Super League nicht aufgegeben. Die möglichen konkreten Konsequenzen liess die Uefa offen. Die weiteren neun Gründungsmitglieder der Konkurrenzliga zur Champions League verpflichteten sich hingegen in einer Erklärung, dass sie weiter an den Wettbewerben der Uefa teilnehmen werden.

(flo/dpa)

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