Aktualisiert 26.07.2011 06:49

Tödlicher Einsatz

Streit verzögert Bericht zu Gaza-Hilfsflotte

Israel und die Türkei streiten weiter über den letztjährigen Einsatz gegen eine Gaza-Hilfsflotte. Deshalb wartet die UNO mit einem entsprechenden Bericht zu.

Der UN-Bericht zum tödlichen Einsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Jahr verzögert sich wegen eines Streits zwischen Israel und der Türkei bis Ende August. Sprecher Martin Nesirky erklärte am Montag, die Entscheidung sei nach Beratungen zwischen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit Mitgliedern des zuständigen Ausschusses und den Regierungen Israels und der Türkei getroffen worden. Der Report zu der israelischen Kommandoaktion sollte eigentlich im Juli vorgelegt werden.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Wochenende eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel von einer offiziellen Entschuldigung und Entschädigungszahlungen an die Familien der getöteten Aktivisten abhängig gemacht. Die Regierung in Jerusalem lehnt eine Entschuldigung ab.

Israel liess am 31. Mai 2010 eine Hilfsflotte für den Gazastreifen stoppen, bei der Kommandoaktion wurden neun türkische Aktivisten getötet. Der Einsatz rief international Empörung hervor.

(dapd)

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