Axpo Super League: Streller schiesst den FCZ ab, Luzern weiter top

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Axpo Super LeagueStreller schiesst den FCZ ab, Luzern weiter top

Klare Sache im Letzigrund: Basel gewinnt gegen den FCZ mit 4:1. Luzern erhält sich dank einem 2:1-Erfolg gegen St. Gallen den Vorsprung auf den Meister.

Am 26. November 2006 durften die Zürcher letztmals gegen den FCB jubeln. Auch am Samstag, 18 Spiele und beinahe vier Jahre, später wurde nichts daraus. Die abgeklärteren Basler siegten klar mit 4:1, obwohl sie die letzte halbe Stunde mit neun Feldspielern und die letzten fünf Minuten gar in doppelter Unterzahl agieren mussten. Aussenverteidiger Behrang Safari sah in der 61. Minute nach einer Rempelei Rot, Beg Ferati folgte ihm in der 85. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine. Beide Entscheide von Schiedsrichter Jérôme Laperrière zeugten von wenig Fingerspitzengefühl.

Der FCB agierte wesentlich zielstrebiger als die offensiv harmlosen Zürcher. Im ersten Durchgang kontrollierten sie den Gegner auf eindrücklich abgeklärte Art und glänzten mit grosser Effizienz. Nach 10 Minuten erzielte Samuel Inkoom auf freche Art das 1:0 und kurz vor der Pause erhöhte Marco Streller ebenso cool auf 2:0. Vor und nach Inkooms Treffer wurden den Baslern zudem zwei schön herausgespielte Tore wegen Abseits nicht anerkannt.

Mit dem 3:0 durch Valentin Stocker nur Sekunden nach Wiederbeginn war die Partie vollends entschieden, auch wenn Xavier Margairaz kurz darauf auf 1:3 verkürzen konnte. Streffer doppelte in der 67. Minute zum 4:1 nach, obwohl die Gäste in diesem Moment bereits in Unterzahl agierten.

Der Platzverweis von Safari wird noch lange zu diskutieren geben. Nach einem verletzungsbedingten Spielunterbruch hatte Margairaz den Baslern den Ball fair zurückgespielt, doch sein Stürmerkollege Amine Chermiti wollte da nicht mitmachen. Er erspurtete sich den Ball an der Grundlinie vor dem herauseilenden FCB-Goalie Franco Costanzo und schoss den Ball Richtung leeres Tor, wo er auf die Latte prallte. Safari, erzürnt wegen der Unfairness von Chermiti, spurtete auf den Zürcher los und rempelte ihn zu Boden, was mit dem direkten Platzverweis bestraft wurde. Bei Feratis Gelb-Roter Karte hatte Laperrière eine Schwalbe von Eric Hassli mit einer Verwarnung für den Basler belohnt.

Luzern weiter top, St. Gallen bleibt Schlusslicht

Der FC Luzern hat in der 10. Runde der Axpo Super League die Tabellenführung verteidigt. Die Innerschweizer siegten auswärts bei Schlusslicht St. Gallen 2:1 (2:0).

Beim dritten Auswärtssieg in der laufenden Saison konnte sich das Team von Rolf Fringer einmal mehr auf seine starke Offensive verlassen. Nelson Ferreira (24.) und João Paiva (31.) brachten mit ihren Toren die Gäste bereits vor der Pause vorentscheidend in Führung. Verteidiger Tim Bakens brachte das Heimteam kurz nach dem Seitenwechsel zwar noch einmal heran, für einen Punktgewinn reichte es den Ostschweizern trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit aber nicht mehr.

Der Tabellenletzte präsentierte sich bei strömendem Regen in der Offensive vielfach zu harmlos. Das Team von Uli Forte erarbeitete sich trotz deutlicher Feldüberlegenheit nach dem Seitenwechsel zu wenige klare Torchancen. Dem Ausgleich am nächsten kam der zur Pause eingewechselte Sandro Calabro eine Viertelstunde vor Schluss, als er alleine vor dem Tor am glänzend reagierenden David Zibung scheiterte. Eine Minute später parierte der Luzerner-Hüter auch den Kopfball von Bakens.

Dass die Gäste am Ende um den sechsten Saisonsieg zittern mussten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Mit dem ersten schnell vorgetragenen Angriff, den Ferreira mit seinem sechsten Saisontor abschloss, waren sie in der 24. Minute verdient in Führung gegangen. Sieben Minuten später doppelte Paiva nach, als er die Vorlage von Hakan Yakin zum 2:0 verwertete. Danach bauten die Luzerner aber immer stärker ab und kamen nur in der Schlussphase zu vereinzelten Konterchancen. Die vorzeitige Siegsicherung verpasste Yakin, der an den Nachwirkungen einer Grippe litt. Germano Vailati lenkte den Schuss des Regisseurs mirakulös über die Latte.

Zürich - Basel 1:4 (0:2) .

Letzigrund. -- 12700 Zuschauer. -- SR Laperrière

Tore: 10. Inkoom 0:1. 44. Streller (Yapi) 0:2. 46. Stocker (Streller) 0:3. 51. Margairaz (Corner Magnin) 1:3. 67. Streller (Yapi) 1:4.

Zürich: Guatelli; Koch (70. Nikci), Zouaghi, Rochat, Magnin; Aegerter; Djuric, Mehmedi (66. Hassli), Margairaz, Alphonse; Chermiti (80. Kukuruzovic).

Basel: Costanzo; Inkoom (71. Kusunga), Abraham, Ferati, Safari; Shaqiri, Huggel (84. Cabral), Yapi,Stocker; Frei, Streller (91. Almerares).

Bemerkungen: Zürich ohne Barmettler, Chikhaoui, Stahel und Texeira (alle verletzt). Basel ohne Zoua (verletzt). 9. Tor von Frei wegen Abseits nicht anerkannt. 28. Tor von Shaqiri wegen Abseits nicht anerkannt. 61. Lattenschuss Chermiti. Platzverweise: 61. Safari (Unsportlichkeit), 85. Ferati (Foul). Verwarnungen: 41. Ferati (Foul), 42. Inkoom (Reklamieren), 55. Shaqiri (Foul), 81. Zouaghi (Foul).

St. Gallen - Luzern 1:2 (0:2)

AFG-Arena. - 10 986 Zuschauer. - SR Busacca

Tore: 24. Ferreira (Wiss) 0:1. 31. Paiva (Yakin) 0:2. 52. Bakens (Calabro) 1:2.

St. Gallen: Vailati; Martic (28. Lang), Bakens, Schenkel, Fernando; Muntwiler, Imhof; Winter, Frei, Pa Modou (66. Sutter); Frick (46. Calabro).

Luzern: Zibung; Zverotic, Veskovac, Puljic, Lustenberger; Wiss, Renggli; Gygax (92. Sorgic), Yakin, Ferreira (75. Pacar); Paiva (70. Prager).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Abegglen, Hämmerli, Knöpfel und Owona (alle verletzt), Luzern ohne Ianu und Kukeli (beide verletzt). 51. Pfostenschuss Frei. Verwarnungen: 37. Renggli (Foul). 45. Veskovac (Foul). 48. Lang (Foul). 53. Muntwiler (Ellbogenschlag). 57. Lustenberger (Foul). 89. Calabro (Reklamieren).

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(si)

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