Streller: «Wir sind auf Augenhöhe»
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Streller: «Wir sind auf Augenhöhe»

Die Legionäre David Degen und Marco Streller wollen heute in der LTU-Arena zeigen, dass sie in der Bundesliga zu Unrecht auf der Bank sitzen.

Weder Degen bei Borussia Mönchengladbach noch Streller beim VfB Stuttgart sind momentan in ihren Vereinen erste Wahl. Die beiden Basler hoffen auf einen Einsatz, um zu zeigen, dass sie zu Unrecht auf der Bank schmoren. «Ich habe mir noch nie so gewünscht, zu spielen», meint Streller. Degen weiss um die Gefahren dieser speziellen Affiche: «Klar bin ich mit der Ersatzrolle im Klub unzufrieden. Ich muss nun aufpassen, dass ich nicht ganz Deutschland zeigen will, was ich kann. Ich darf nicht übermotiviert ins Spiel gehen.» Der 23-Jährige hofft auf eine Direktbegegnung mit Klubkollege Marcell Jansen: «Wir sind gute Kollegen. Ich glaube kaum, dass wir uns auf dem Platz noch überraschen können.»

Degen, Streller und Co. haben zwar Respekt vor dem Gegner, glauben jedoch an den ersten Sieg seit 51 Jahren. «Deutschland war schon immer mein Wunschgegner, wir wollen beweisen, dass wir bereits auf Augenhöhe mit ihnen sind», gibt sich Streller kämpferisch. Degen setzt noch einen drauf: «Fussballerisch und taktisch sind wir ihnen mindestens ebenbürtig. Wir werden ihnen zeigen, dass sie an der Euro 08 mit uns rechnen müssen.» In Sachen Winnermentalität und Euphorie könnten die Schweizer vom WM-Dritten noch einiges lernen, sind sich beide einig. Streller lacht: «Die Deutschen könnten eine Sackgump-WM organisieren. Sie würden gewinnen, und über 50000 Fans würden sie anfeuern.»

Michael Wegmann, Düsseldorf

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