Stressforschung: Stress bringt Frauen zur Vernunft
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StressforschungStress bringt Frauen zur Vernunft

Ein einfacher Test mit einem Ballon bringts an den Tag: Männer in Stresssituationen tendieren dazu, grosse Risiken einzugehen, Frauen dagegen werden vorsichtig.

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Während der gestresste Mann Trost im Glückspiel, mit ungeschütztem Sex und illegalen Drogen sucht, verhalten sich gestresste Frauen ganz anders: Sie setzen auf Sicherheit. Dies fand eine Studie der University of Southern California heraus, über die der Daily Telegraph berichtete.

Die Forschungsleiterin zum Resultat: «Betrachtet man die Evolution ist es vielleicht lohnender, wenn gestresste Männer aggressiv sind.» Aber in der modernen Welt gebe es offenbar Situationen, in denen es schlauer ist, sich die Dinge zuerst durch den Kopf gehen zu lassen.

Je grösser der Ballon, desto höher der Gewinn

Die TestteilnehmerInnen, gestresste Männer und Frauen, wurden gebeten, bei einem Spiel mitzumachen, bei dem sie mit dem Aufblasen eines Ballons Geld gewinnen konnten - mit jedem Luftstoss etwas mehr.

Sie konnten dabei jederzeit aufhören und das bislang erspielte Geld einstreichen. Bliesen sie allerdings den Ballon zu stark auf und brachten ihn zum Platzen, war das ganze Geld futsch.

Die gestressten Frauen hätten ihrem Ballon durchschnittlich 32 Pumpstösse verpasst, die Männer ganze 48, um ihren möglichen Gewinn zu erhöhen.

In einer Kontrollgruppe mit nicht gestressten Probanden bliesen Männer wie Frauen durchschnittlich 40-mal in ihre Ballons.

Die Leiterin: «Männer scheinen höhere finanzielle Risiken auf sich zu nehmen als Frauen. Allerdings sahen wir diesen Unterschied nur bei gestressten Menschen.»

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