«The Voice»: Stress glänzte auch durch Abwesenheit
Aktualisiert

«The Voice»Stress glänzte auch durch Abwesenheit

Am Samstag steigt das grosse «The Voice»-Final. Das Team Stress zieht schon einmal Bilanz. Die Sänger beurteilen die Arbeit ihres Coaches durchaus kritisch.

von
Carina Iten

Für neun Kandidaten aus dem Team Stress ist das Abenteuer «The Voice of Switzerland» bereits zu Ende. Am Samstag, 16. März wird sich entscheiden, ob Nicole den Sieg in ihr Team holen kann. Derweil ziehen die ausgeschiedenen Sänger ein erstes Fazit. Und räumen mit ein paar Vorurteilen über ihren Coach auf.

Dass Stress seinen Kandidaten in Sachen Singen und Stimmtraining nicht viel beibringen kann, war den Kandidaten von Anfang an klar. «Stress ist ein Produzent, kein Vocal Coach. Aber er hatte eine klare Idee und war immer ehrlich und direkt, was uns sehr geholfen hat», so Leslie Philbert zu 20 Minuten Online. Trotz ihres Ausscheidens in der zweiten Liveshow, behält Leslie ihre «The Voice»-Zeit als sehr positiv in Erinnerung. Doch auch zwischen ihr und Stress gab es mal Stunk.

«Ich war ziemlich angepisst»

«Ich war ziemlich angepisst, als ich ‹Amerika› singen musste – ein Schweizerdeutsches Lied.» Doch was Stress sagt, wird gemacht. Da ist er hart und am Schluss hatte Stress doch recht. «Ich wollte verschiedene Facetten an mir kennenlernen und das habe ich bei Stress definitiv gelernt. Er liess mich Lieder singen, die ich selbst nie ausgesucht hätte», so Leslie. «Und er hat auch eine sehr lustige Seite, das sieht man am Bildschirm einfach nicht».

Stress wollte immer Persönlichkeiten sehen. Das betonte er häufig genug in der Sendung. Dass Brandy Butler zu diesen gehörte, stand ausser Frage. Als er sie dann aber mit Nicole in den Battle schickte, konnten ihn viele Zuschauer nicht verstehen. Schickte er damit doch freiwillig eine seiner grössten Soulstimmen aus dem Rennen. Auch für Brandy war der indirekte Rauswurf von Coach Stress danach nicht leicht zu verkraften. «Klar, für niemanden ist es schön rauszufliegen, ich war schon sehr traurig», so Brandy.

«Eine Umarmung wäre einfach schön gewesen»

Ein paar Wochen später resümiert sie: «Stress war ehrlich und hatte eine klare Idee, was sicherlich vorteilhaft war. Und ich schätze es sehr, dass er uns Vocal Coach Martina Bovet zur Seite stellte. Sie war super und immer für uns da.» Denn nach dem Rauswurf fand Stress kaum Zeit und Worte für die Sängerin. Bei Brandy kam das nicht gut an: «Vielleicht ist es, weil ich eine Frau bin, aber eine Umarmung oder ein Danke wäre einfach schön gewesen. Wenn einfach nichts kommt, ist es schon hart und man denkt, man habe etwas falsch gemacht», fasst sie zusammen. Umso glücklicher macht sie der Teamgeist ihrer Gruppe: «Obwohl wir uns nicht gut kennen, sind wir gleichzeitig sehr verbunden miteinander und ich habe neue Freunde gefunden». Derzeit ist sie mit Steffe La Cheffe auf Tournee.

Dass Stress eher spärlich für die Kandidaten da war, haben auch andere Team-Mitglieder gemerkt. «Stress war sicher nicht so viel da, wie das Publikum vielleicht denkt», so Tabea Anderfuhren, «denn er war natürlich auch anderweitig beschäftigt». Doch im Stich gelassen fühlte sie sich nicht. «Wir wurden super betreut und ich wusste immer, wen ansprechen, wenn etwas war – auch wenn diese Person nicht Stress war», so Tabea. Dennoch können alle Kandidaten mit positiven Erfahrungen und Eindrücken die «The Voice»-Reise beenden. «Ich kann viel Gutes mitnehmen und bin als Sängerin weitergekommen», sagt Tabea. Doch Stress würde sie trotzdem nicht mehr wählen. Wieso? «Weil ich neugierig bin, wie es bei einem anderen Coach herausgekommen wäre». Derzeit arbeitet sie an Solo- und anderen Musikprojekten. Sowie an einem Konzert, das in Kürze stattfindet.

Musicalrolle dank «The-Voice»-Teilnahme

Veronica Racine hat es im Stress Team auch sehr gefallen, obwohl sie ihn persönlich auch nur wenig zu Gesicht bekam. «Aber wenn er da war, nahm er die Sache ernst und hat sich Mühe gegeben», so Veronica. Am meisten werden ihr die Mitkandidaten fehlen, denn ob sie am Finale nächsten Samstag in Kreuzlingen dabei sein kann, ist noch nicht klar. «Ich habe eine Hauptrolle in einem Musical bekommen und bin viel am Proben», so Veronica. Ein Engagement, das sie nicht zuletzt ihrer «The Voice»-Teilnahme zu verdanken hat.

Dass Stress beim Team-Znachtessen nach der zweiten Live-Sendung nicht dabei war, enttäuschte alle. Doch Leslie nimmts locker: «Wir laden ihn nächstes Mal wieder ein und dann kommt er halt dann». Und was meint Stress dazu? Er wollte keine Stellung nehmen.

(Quelle: Youtube)

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