Zell LU: Streunende Hunde beissen im Blutrausch Schafe tot
Aktualisiert

Zell LUStreunende Hunde beissen im Blutrausch Schafe tot

Landwirt Hanspeter Steffen und sein Sohn Mischa stehen unter Schock: Drei ihrer Schafe wurden von streunenden Hunden zu Tode gebissen. Es ist nicht das erste Mal.

von
pz
Jungbauer Mischa Steffen (18)  ist schockiert: Drei seiner Schafe wurden von Hunden gerissen.

Jungbauer Mischa Steffen (18) ist schockiert: Drei seiner Schafe wurden von Hunden gerissen.

Der 46-jährige Landwirt Hanspeter Steffen kann es immer noch nicht fassen und ringt um Worte: «Ich habe einen Schock bekommen – da kommt einem das Augenwasser.» Als er am Sonntagmorgen um etwa 7.30 Uhr auf seinem Bauernhof nach dem Rechten sehen wollte, bot sich ihm ein schrecklicher Anblick: Zwei Schafe lagen blutbeschmiert und regungslos am Boden, eines gab noch Lebenszeichen von sich. Sofort war ihm klar, dass Hunde die Tiere gerissen hatten. Steffen verständigte den Tierarzt und die Polizei. «Als der Tierarzt einige Minuten darauf eintraf, konnte er nur noch den Tod der Schafe feststellen», so Steffen.

Elektrozaun übersprungen

Auch das Herz von Sohn Mischa Steffen blutet: «Ich habe die 12 Schafe gekauft und seit sechs Jahren aufgezogen und gehütet», erklärt er traurig. Der 18-Jährige absolviert zurzeit die Ausbildung zum Landwirt. Gemäss Vater Hanspeter müssen die Hunde vergangene Nacht das ein Meter hohe Elektronetz übersprungen haben. Dieses sei für Hunde kein Hindernis. Mehr Schutz für die Schafe könne er aber nicht bieten – sie benötigten den Auslauf auf der Weide. «Ich bin ein Stück weit machtlos, ich kann die Tiere nicht 24 Stunden überwachen.» Während der Nacht werde er ihnen nun keinen Auslauf mehr gewähren, um die Gefahr vor weiteren Angriffen zu minimieren.

Laut dem 46-jährigen Landwirt hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Sie habe DNA-Proben an den Schafen genommen. Die Ermittler seien auf der Suche nach den Vierbeinern, bei denen man eventuell noch Spuren der blutigen Attacke nachweisen könne.

Fünf tote Schafe vor zwei Wochen

Es ist nicht das erste Mal, dass in Zell Schafe Hundeattacken zum Opfer vielen. Bereits am 20. April hatte ein Liegenschaftsbesitzer vier tote und ein verletztes Schaf auf seiner Weide aufgefunden. Das verletzte Tier musste eingeschläfert werden – sämtliche Schafe wiesen Bisswunden auf. Zuvor sollen sich laut Augenzeugen zwei dunkle Hunde auf dem Grundstück befunden haben. Ob ein Zusammenhang zum aktuellen Fall besteht ist noch unklar.

Deine Meinung