Interview: Strittmatter: Models sind zu blass

Aktualisiert

InterviewStrittmatter: Models sind zu blass

Nadine Strittmatter (21) ist das gefragteste Schweizer Model. Sie findet, die Show «Germany's Next Topmodel» raube der Branche den Glamour.

Haben die TV-Models Chancen, Karriere zu machen?

Nadine Strittmatter: Eine TV-Show ist sicher eine gute Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Aber nachher ist es eine Frage der Persönlichkeit: Man muss tough sein.

Wie hart ist denn das Modelbusiness wirklich?

Strittmatter: Die reale Modelwelt ist viel härter als ein TV-Casting. Man läuft an allen Fashionshows, stresst von einem Shooting zum nächsten. Es ist kein Zuckerschlecken.

Und wo bleibt der Glamour?

Strittmatter: Der ist ein Mythos. Insofern ist die TV-Show zu realistisch: Sie nimmt der Branche den Glamour, da sie die Models in allen Lagen zeigt.

Wie findest du Heidi Klum?

Strittmatter: Ich traf sie ein paar Mal. Ich mag sie. Sie ist offen und sehr erfolgreich.

Würdest du gerne selber so eine Show moderieren?

Strittmatter: Mhm, ich denke, ich bin zu schüchtern für eine TV-Show. Reden vor Publikum ist nicht mein Ding.

Immer mehr Schauspielerinnen schnappen den Models lukrative Werbeverträge weg.

Seid ihr Models passé?

Strittmatter: Die Leute sind an bekannten Gesichtern interessiert, an Persönlichkeiten. Ein Model ist aber unnahbarer, ja fast eine Hülle. Viele Models brauchen mehr Persönlichkeit.

Sicher nicht Kate Moss: Sie ist so gefragt wie noch nie.

Strittmatter: Ja, es reden alle von ihr. Der Koks-Skandal machte sie menschlicher.

Wie gut spiegelt denn der Fall Moss die Modelbranche wieder?

Strittmatter: Moss ist eine Ausnahme. Sie ist eine partyfreudige Britin.

Stefanie Rigutto

Deine Meinung