Ostschweiz: Stromkunden wollen 90 Millionen zurück

Aktualisiert

OstschweizStromkunden wollen 90 Millionen zurück

Weil sie zuviel für den Strom bezahlt haben, fordern Grosskunden der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) Geld zurück. Laut der Industrie- und Handelskammer St. Gallen- Appenzell gehören Reserven der SAK von rund 90 Millionen Franken den Kunden.

Die energie-intensiven Industrieunternehmen der Ostschweiz hätten in der Vergangenheit im Vergleich zu kleineren Verbrauchern und den Haushalten zu hohe Strompreise bezahlt. Dies schreibt die IHK St. Gallen-Appenzell in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Die nicht betriebsnotwendigen Reserven von rund 90 Millionen der SAK seien von den Stromverbrauchern finanziert worden. Dieses Geld solle nicht bei der SAK bleiben oder in politisch motivierte Projekte investiert werden, wie dies die St.Galler Regierung und verschiedene Parteivertreter vorschlagen.

Vielmehr müssten die angehäuften Reserven an die Kunden zurückbezahlt werden - zumindest teilweise, verlangt die IHK St. Gallen-Appenzell.

Die Rückzahlungen sollten auf Basis der Bezüge der vergangen Jahre erfolgen und rasch abgewickelt werden. Eine Verbilligung des Stroms sei nicht sinnvoll, weil damit falsche Anreize gegen das Stromsparen gesetzt würden.

Weiter fordert die IHK mehr Preistransparenz. Die Vergleichbarkeit der Preise fehle im Strommarkt. Dies führe dazu, dass trotz Liberalisierung kaum ein Grosskunde den Anbieter wechsle, schreibt die IHK.

(sda)

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