Imageschaden: Strukturierte Produkte verlieren an Boden
Aktualisiert

ImageschadenStrukturierte Produkte verlieren an Boden

Die Anleger sind skeptisch geworden: Vor der Finanzkrise 2008 erzielten die strukturierten Produkte fast doppelt so hohe Umsätze wie im laufenden Jahr.

Symbolbild: Der Handel mit strukturierten Produkten geht zurück.

Symbolbild: Der Handel mit strukturierten Produkten geht zurück.

Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Schweizer Derivatebörse Scoach ist im November erneut gesunken. Er belief sich auf 2,29 Mrd. Fr. und lag damit um gut 5 Prozent unter dem Wert des Vormonats Oktober.

Der Umsatzrückgang zog sich durch alle Produktekategorieren, abgesehen von den Partizipationsprodukten. Grösste Kategorie sind weiterhin klar die Hebelprodukte mit einem Umsatz von 1,09 Mrd. Franken.

2011 lag der Gesamtjahresumsatz bei 52 Mrd. Franken, dieses Jahr sind es nach elf Monaten bisher 30 Mrd. Franken. Damit liegt das Volumen massiv hinter den Boomjahren 2007 und 2008 zurück. Damals erzielten die strukturierten Produkte Umsätze von 75 respektive 60 Mrd. Franken.

38'000 Produkte

Per Ende November waren 38'000 Produkte kotiert. Davon waren zwei Drittel Hebelprodukte, wie dem neuesten Monatsbericht des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP) zu entnehmen ist. Die zweitgrösste Kategorie waren die Renditeoptimierungs-Produkte mit 7500 Produkten.

Die fünf grössten Emittenten kotierter strukturierter Produkte waren die UBS (Marktanteil: 29,6 Prozent), die Bank Vontobel (19,3 Prozent), die ZKB (16,9 Prozent), die Bank Julius Bär (9,7 Prozent) und die Credit Suisse (5,3 Prozent). Der Anteil der restlichen Emittenten betrug 19,3 Prozent. (sda)

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