Aktualisiert 17.03.2004 22:42

STS für Verbot von Grosstieren in Zoos

Der Schweizer Tierschutz (STS) schlägt Alarm: In Zirkussen würden die Tiere im Winter unter «inakzeptablen Bedingungen» gehalten. Jetzt fordert der STS ein Verbot der Wildtierhaltung.

«Hinter dem Glanz und Glitter der Zirkuswelt verbirgt sich meist grosses Elend für die Tiere», sagte gestern STS-Tierärztin Cynthia Lerch. Kontrollen in den Winterquartieren der Zirkusse Knie, Medrano, Monti und Nock sowie in Wully Reimanns Raubtierschau hätten zum grossen Teil gezeigt, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten würden. Im Zirkus Knie seien die Elefanten zu lange angekettet, erhielten kaum artgerechte Nahrung und könnten nicht baden. Die Löwen und Tiger von Reimann verbrächten den ganzen Winter auf wenigen Quadratmetern. Zudem müssten in mehreren Zirkussen temperamentvolle Hengste den Winter in engen Boxen und hinter Gittern verbringen. «Ebenso trostlos ist das Leben der Grosskatzen», so Lerch weiter.

Der STS fordert deshalb ein Verbot der Haltung von Wildtieren wie Elefanten oder Grosskatzen in Zirkus-Unternehmen. Dazu hat er bereits die Initiative «Für einen zeitgemässen Tierschutz» mit 120000 Unterschriften eingereicht.

(SDA/AP)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.