Stucki: «Es gab keine Nervosität»
Aktualisiert

Stucki: «Es gab keine Nervosität»

Bombenalarm im Parlament: Mark Stucki, Informationsbeauftragter Bundeshaus, schätzt die Gefahrenlage ein.

Fühlen Sie sich trotz Bombenalarm sicher?

Mark Stucki: Ich hatte noch nie das Gefühl, ich sei in Gefahr – auch im aktuellen Fall nicht. Schliesslich werden wir vom Bundessicherheitsdienst bewacht. Das sind Profis.

War das ein aussergewöhnliches Ereignis?

Mark Stucki: Speziell war, dass das Objekt direkt vor dem Haupteingang stand. Meistens sind die Gegenstände vor einem Seitenflügel oder weiter weg vom Gebäude. Bombenalarm gibts hin und wieder. Ich schätze einmal pro Jahr.

Wie war die Stimmung in der Wandelhalle?

Mark Stucki: Es gab keine Panik oder Nervosität. Etwas Unruhe entstand, weil der Eingangsbereich gesperrt wurde. Die meisten waren neugierig, machten Sprüche oder ärgerten sich schlicht, dass sie nicht mehr den Haupteingang benutzen konnten. Andere ignorierten den Vorfall völlig.

Kam es schon einmal zum Ernstfall?

Mark Stucki: Ich kann mich an keinen erinnern.

Ist heute die Gefahr für einen Anschlag grösser als früher?

Mark Stucki: Ich denke schon. Noch in den Fünfziger-jahren konnte praktisch jeder ins Bundeshaus spazieren. Heute sind die Sicherheitsvorkehrungen der aktuellen Bedrohungslage angepasst. Seit dem Anschlag in Zug sind wir uns bewusster: So etwas kann überall passieren.

Andrea Abbühl

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