Warn-System - Student baut drittes Auge für Smartphone-Zombies
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Warn-SystemStudent baut drittes Auge für Smartphone-Zombies

Paeng Min-wook entwickelte als Kunstprojekt ein Handy-Gadget, das vor Hindernissen warnen soll, während man im Gehen auf sein Handy starrt.

von
Dominique Zeier
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Ein Industrial-Design-Student vom Londoner Royal College hat ein sogenanntes «drittes Auge» für Smombies erfunden.

Ein Industrial-Design-Student vom Londoner Royal College hat ein sogenanntes «drittes Auge» für Smombies erfunden.

Screenshot Youtube
Smombies setzt sich aus den Wörtern «Smartphone» und «Zombies» auseinander und beschreibt Menschen, die selbst beim Gehen ständig auf ihr Handy starren und somit nicht sehen, wohin sie laufen. 

Smombies setzt sich aus den Wörtern «Smartphone» und «Zombies» auseinander und beschreibt Menschen, die selbst beim Gehen ständig auf ihr Handy starren und somit nicht sehen, wohin sie laufen.

Screenshot Youtube
Das «dritte Auge» soll dabei Ausschau für sie halten. 

Das «dritte Auge» soll dabei Ausschau für sie halten.

Screenshot Youtube

Darum gehts

  • Wer bim Gehen häufig auf sein Handy starrt, riskiert, in Gegenstände zu laufen.

  • Für solche Personen hat ein Industrial-Design-Student eine Lösung entwickelt.

  • Er nennt es das «dritte Auge» für Smombies – Smartphone Zombies.

  • Dieses kann Objekte erkennen und den Träger oder die Trägerin warnen, bevor man mit dem Objekt kollidiert.

Auf dem Weg zum Auto, zum Einkaufen oder einfach nur zum nächsten Café und schon vibriert das Handy. Eine neue Nachricht oder das neuste TikTok-Video können dabei schnell einmal vom Strassenverkehr ablenken. Andere Passanten, Trottoir-Kanten, Laternen und vor allem Autos werden zum Stolperstein und zu einer echten Gefahr für das Leben. Dies hat der südkoreanische Industrial-Design-Student Paeng Min-wook vom Londoner Royal College of Art zum Anlass genommen, um ein ganz besonderes Kunstprojekt zu entwickeln.

Er hat ein Gadget entwickelt, das dem sogenannten «Phono sapiens» die sichere Fortbewegung im Alltag erleichtern soll.

Ultraschallsensor warnt vor Hindernissen

Das elektronische «dritte Auge» wird auf der Stirn getragen. Senkt man den Kopf, um auf das Handy zu schauen, so erkennt ein Gyrosensor die Neigung und öffnet das Lid. Hinter diesem verbirgt sich ein Näherungssensor, der mit Ultraschall arbeitet. Registriert dieser ein Hindernis in unmittelbarer Nähe, so ertönt ein lauter Warnton über den integrierten Lautsprecher.

Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein Gadget, das man bald auf dem Markt finden kann, sondern viel eher um ein Kunstprojekt, mit dem der 28-Jährige auf die Handysucht der Gesellschaft hinweisen möchte. «Das Smartphone hat das moderne Leben so tief durchdrungen, dass es unmöglich ist, die Evolution in den ‹Phono sapiens› zu leugnen», so der Student gegenüber Dezeen. «Ich hoffe, dass das ironische Aufzeigen dessen, was wir mit unseren Handys machen, Leuten dabei hilft, sich Zeit für Selbstreflexion zu nehmen.»

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