Aktualisiert 20.04.2007 06:01

Studenten, aufgepasst! Uni Bern geht gegen Textklau vor

Knallhartes Durchgreifen bei kopierten Arbeiten aus dem Internet: Ab Mai will die Universität Bern mit neuen Regeln dem Textklau der Studenten einen Riegel vorschieben.

«Es gab im letzten Jahr einige Plagiatsfälle bei uns», weiss Christoph Pappa von der Uni Bern. Tatsächlich werden immer mehr wissenschaftliche Texte im Internet veröffentlicht – und den Studierenden ist es ein Leichtes, ihre Arbeiten einfach per Copy-Paste zusammenzuklauen.

An der Uni Bern haben Text- und Ideendiebe aber bald nichts mehr zu lachen: Am 1. Mai tritt ein neues Reglement zum Umgang mit Betrug in Kraft. Ein speziell eingesetzter Integritätsbeauftragter prüft Verdachtsfälle und leitet bei Mogelalarm ein Verfahren ein. Betrügern drohen Sanktionen von der Note Eins bis zum Rausschmiss. Bei ganz schweren Fällen kommt gar eine Strafanzeige in Frage.

Eine systematische Überprüfung aller Arbeiten wie in St.Gallen wird es in der Hauptstadt jedoch nicht geben: «Wir setzen weiterhin auf Vertrauen und werden nur aktiv, wenn es einen Verdacht gibt», sagt Sabine Müller vom Dekanat Rechtswissenschaften. Mit einer speziellen Software wird dann überprüft, ob ein Text aus der eigenen Feder stammt oder ein Plagiat ist. Auch an der Uni Freiburg kennt man die Plagiatsproblematik und feilt derzeit an einem ähnlichen Reglement.

Nina Jecker

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